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Nächster Akt in der Burma-Tragödie

Die südkoreanische Demokratie-Aktivistin Soojin Jeon (Bild) spielt die burmesische Demokratie-Ikone Aung San Suu Kyi. Das Stück - eine Tragödie: Denn der von internationalen Protesten begleitete Prozess gegen Suu Kyi ist auch am Dienstag fortgesetzt worden. Hunderte Polizisten schirmten das berüchtigte Gefängnis Insein ab, in dem das Gericht unter Ausschluss der Öffentlichkeit tagt. Die Friedensnobelpreisträgerin Suu Kyi hat 13 der vergangenen 19 Jahre in Haft oder Hausarrest verbracht. Sie ist angeklagt, gegen die Auflagen für den noch bis zum 27. Mai befristeten Hausarrest verstoßen zu haben, als sich unlängst der Amerikaner William Yettaw Zugang zum Haus der Oppositionsführerin verschaffte. Die Anwälte der 63-jährigen erklärten, Suu Kyi habe Yettaw nicht eingeladen und ihn aufgefordert zu gehen, als er ihr Haus betrat. Doch ein Freispruch ist in diesem Schauprozess nicht zu erwarten - die Tragödie muss weitergehen. (wm)

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