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Politik

Was will der Wähler?

1945 1960 1980 2000 2020
1945 1960 1980 2000 2020

Schwer deutbar" sei der Wille des Wählers nach dem Wahlergebnis vom 3. Oktober, meinte der Bundespräsident. Ich denke, der Bundespräsident irrt. Die Botschaft der jüngsten Nationalratswahl ist durchaus nicht schwer zu entziffern.

1. Der Wähler hat der SPÖ eine kräftige Abreibung verpaßt. Wenn die SPÖ diese Abreibung nicht versteht, das heißt, wenn sie sich weder auf die Oppositionsbank begibt, noch ihre führenden Köpfe auswechselt und über ihren politischen Kurs eine Debatte beginnt, wird das Ende dieser Partei fürchterlich sein.

2. Die ÖVP wurde vom Wähler mit Nachsicht und Milde behandelt. Man hat ihren viel zu schwachen Widerstand gegenüber der SPÖ und ihre internen Strukturprobleme zur Kenntnis genommen, will sie aber dennoch nicht ganz von der Macht vertreiben (insofern deutet Wolfgang Schüssel seine Wählerstimmen nicht korrekt).

3. Die massive Stärkung der FPÖ ist weniger ein Rechtsruck, denn ein massives Votum gegen den Reformstillstand der Koalition. Der Wähler gesteht Jörg Haider die Rolle des "Hechtes im Karpfenteich" zu, nicht die Rolle des Chefkarpfens.

4. Die Stimmengewinne der Grünen sind ein Signal, daß der österreichische Wähler auch eine Opposition von links will. Daß die Liberalen im grünen Gewässer fischen wollten, hat zu ihrem vorhersehbar-en Ende geführt.

Die Botschaft des Wahlergebnisses? Der Wähler will eine Regierung, die endlich etwas weiterbringt im Land; eine Regierung, die nicht aus medienkompatiblen Marionetten in der Hand von Spin-Doktoren besteht, sondern aus kompetenten Männern und Frauen, die den Mut haben, unpopuläre Themen aufzugreifen, auch gegen den Wind, den die größte Zeitung in manchen Fragen produziert; eine Regierung, die notwendige Reformen angeht, um Österreich ins nächste Jahrhundert zu führen.

Wer weiter glaubt, auf die "besten Köpfe" innerhalb und außerhalb der Parteien verzichten zu können, wird bei der nächsten Wahl seine im wahrsten Sinn des Wortes "blauen Wunder" erleben.

Schwer deutbar" sei der Wille des Wählers nach dem Wahlergebnis vom 3. Oktober, meinte der Bundespräsident. Ich denke, der Bundespräsident irrt. Die Botschaft der jüngsten Nationalratswahl ist durchaus nicht schwer zu entziffern.

1. Der Wähler hat der SPÖ eine kräftige Abreibung verpaßt. Wenn die SPÖ diese Abreibung nicht versteht, das heißt, wenn sie sich weder auf die Oppositionsbank begibt, noch ihre führenden Köpfe auswechselt und über ihren politischen Kurs eine Debatte beginnt, wird das Ende dieser Partei fürchterlich sein.

2. Die ÖVP wurde vom Wähler mit Nachsicht und Milde behandelt. Man hat ihren viel zu schwachen Widerstand gegenüber der SPÖ und ihre internen Strukturprobleme zur Kenntnis genommen, will sie aber dennoch nicht ganz von der Macht vertreiben (insofern deutet Wolfgang Schüssel seine Wählerstimmen nicht korrekt).

3. Die massive Stärkung der FPÖ ist weniger ein Rechtsruck, denn ein massives Votum gegen den Reformstillstand der Koalition. Der Wähler gesteht Jörg Haider die Rolle des "Hechtes im Karpfenteich" zu, nicht die Rolle des Chefkarpfens.

4. Die Stimmengewinne der Grünen sind ein Signal, daß der österreichische Wähler auch eine Opposition von links will. Daß die Liberalen im grünen Gewässer fischen wollten, hat zu ihrem vorhersehbar-en Ende geführt.

Die Botschaft des Wahlergebnisses? Der Wähler will eine Regierung, die endlich etwas weiterbringt im Land; eine Regierung, die nicht aus medienkompatiblen Marionetten in der Hand von Spin-Doktoren besteht, sondern aus kompetenten Männern und Frauen, die den Mut haben, unpopuläre Themen aufzugreifen, auch gegen den Wind, den die größte Zeitung in manchen Fragen produziert; eine Regierung, die notwendige Reformen angeht, um Österreich ins nächste Jahrhundert zu führen.

Wer weiter glaubt, auf die "besten Köpfe" innerhalb und außerhalb der Parteien verzichten zu können, wird bei der nächsten Wahl seine im wahrsten Sinn des Wortes "blauen Wunder" erleben.