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Religion

Impulse für Gerechtigkeit

1945 1960 1980 2000 2020
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Wenn ein Berg 3000 Meter hoch ist, kann man dann zu Fuß auf seinen Gipfel steigen? Ja, aber um dahin zu gelangen, sind tausende kleine Schritte nötig. Und jeder einzelne von ihnen ist notwendig, um das Ganze zu einem Erfolg zu bringen. Mit diesem Bild beschrieb Johann Neumayer vom "Verein zur Förderung kirchlicher Umweltarbeit" treffend das Problem und seine Lösung: Wir wollen die Welt retten, aber wie kann das gelingen auf Basis kleiner Gruppen und Gemeindeinitiativen?

Nicht erst seit Laudato si 2015, schon seit den 80er-Jahren versuchen Klöster und kirchliche Initiativen, Nachhaltigkeit umzusetzen. Bei der Wirtschaftstagung trafen einander einige "Bergführer", die im Sinne Neumayers seit Jahren unterwegs sind - in Klöstern, Pfarren, Krankenhäusern und anderen Einrichtungen.

Von innerer zu äußerer Wandlung

Experten aus dem Umfeld der Orden aber auch alternative Wirtschaftstreibende setzten dazu Impulse. So berichtete Ernst Gugler von der Druckerei Gugler in Melk von seinem Weg zu einem nachhaltigen Wirtschaften, seine Versuche, bedrucktes Papier zu 100 statt zu herkömmlich 60 Prozent Prozent recycelbar zu machen und das ganzheitliche Umdenken im Betrieb, der unter anderem zu einem neuen vollständig nachhaltig errichteten Betriebsgebäude führte, zu einem Betriebsgarten und einer nachhaltigen Ernährung der Mitarbeiter in der Betriebsküche. Sein Prinzip: "Durch die innere Wandlung, wandelt sich auch das Äußere." Diese Art zu denken müsse auch an den Kunden weitergegeben werden in dem Bewusstsein: "Jeder Euro, der nachhaltig oder eben nicht nachhaltig ausgegeben wird, ist auch eine Abstimmung über die Zukunft."

Abt Johannes Perkmann von der Benediktinerabei Michaelbeuern berichtete, wie sein Kloster seit den 80er-Jahren auf nachhaltige Energieversorgung umstellte, wie die Mönche und Mitarbeiter die Technologie begleiteten und erlernten und wie aus den Klosteranlagen letztlich ein Energieversorger in der Region wurde.

Der Religionslehrer, Friedensaktivist und Vorsitzende der Katholischen Aktion Innsbruck, Klaus Heidegger, berichtete von den Projekten im privat geführten Oberstufenrealgymnasium Volders, aber auch von den Schwierigkeiten, die Jugendlichen selbst zur Teilnahme an einer ökologischen Alltagsstruktur zu bewegen.

Der Franziskanermönch und Definitor des Klosters in Pupping, Fritz Wenigwieser, sieht die Aufgabe der Klöster generell darin, der Gesellschaft eine Alternative vorzuleben. "Wir haben die Aufgabe, den Himmel und die Kirchen offen zu halten."

Wenn ein Berg 3000 Meter hoch ist, kann man dann zu Fuß auf seinen Gipfel steigen? Ja, aber um dahin zu gelangen, sind tausende kleine Schritte nötig. Und jeder einzelne von ihnen ist notwendig, um das Ganze zu einem Erfolg zu bringen. Mit diesem Bild beschrieb Johann Neumayer vom "Verein zur Förderung kirchlicher Umweltarbeit" treffend das Problem und seine Lösung: Wir wollen die Welt retten, aber wie kann das gelingen auf Basis kleiner Gruppen und Gemeindeinitiativen?

Nicht erst seit Laudato si 2015, schon seit den 80er-Jahren versuchen Klöster und kirchliche Initiativen, Nachhaltigkeit umzusetzen. Bei der Wirtschaftstagung trafen einander einige "Bergführer", die im Sinne Neumayers seit Jahren unterwegs sind - in Klöstern, Pfarren, Krankenhäusern und anderen Einrichtungen.

Von innerer zu äußerer Wandlung

Experten aus dem Umfeld der Orden aber auch alternative Wirtschaftstreibende setzten dazu Impulse. So berichtete Ernst Gugler von der Druckerei Gugler in Melk von seinem Weg zu einem nachhaltigen Wirtschaften, seine Versuche, bedrucktes Papier zu 100 statt zu herkömmlich 60 Prozent Prozent recycelbar zu machen und das ganzheitliche Umdenken im Betrieb, der unter anderem zu einem neuen vollständig nachhaltig errichteten Betriebsgebäude führte, zu einem Betriebsgarten und einer nachhaltigen Ernährung der Mitarbeiter in der Betriebsküche. Sein Prinzip: "Durch die innere Wandlung, wandelt sich auch das Äußere." Diese Art zu denken müsse auch an den Kunden weitergegeben werden in dem Bewusstsein: "Jeder Euro, der nachhaltig oder eben nicht nachhaltig ausgegeben wird, ist auch eine Abstimmung über die Zukunft."

Abt Johannes Perkmann von der Benediktinerabei Michaelbeuern berichtete, wie sein Kloster seit den 80er-Jahren auf nachhaltige Energieversorgung umstellte, wie die Mönche und Mitarbeiter die Technologie begleiteten und erlernten und wie aus den Klosteranlagen letztlich ein Energieversorger in der Region wurde.

Der Religionslehrer, Friedensaktivist und Vorsitzende der Katholischen Aktion Innsbruck, Klaus Heidegger, berichtete von den Projekten im privat geführten Oberstufenrealgymnasium Volders, aber auch von den Schwierigkeiten, die Jugendlichen selbst zur Teilnahme an einer ökologischen Alltagsstruktur zu bewegen.

Der Franziskanermönch und Definitor des Klosters in Pupping, Fritz Wenigwieser, sieht die Aufgabe der Klöster generell darin, der Gesellschaft eine Alternative vorzuleben. "Wir haben die Aufgabe, den Himmel und die Kirchen offen zu halten."