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Kurt Skalnik ist sechzig

Es gibt Menschen, die zu Institutionen werden. Kurt Skalnik ist ein solcher. Wer könnte sich heute den Presseclub "Concordia" ohne seinen Präsidenten Skalnik vorstellen?

Am 20. Februar wird Kurt Skalnik 60 -das heißt: er war gerade zwanzig, als er noch in der Widerstandsbewegung, dann nach dem Neubeginn Österreichs am Wiederaufbau des akademischen Lebens mitarbeitete.

Friedrich Funder holte den frischpromovierten Historiker 1949 in den Stab der FURCHE. In Funders Auftrag war Skalnik beim ersten österreichischen Katholikentag, beim Aufbau der katholischen Medienarbeit beteiligt. Mehrfach leitete er die Arbeitsgemeinschaft katholischer Journalisten.

Nach dem Tod Friedrich Funders führte Skalnik, seit 1963 als Chefredakteur, die FURCHE-Redaktion, bemüht, aus den ideologisch festgefahrenen Gleisen des Lagerdenkens in eine freiere Zukunft zu finden. Ein Anliegen, das auf viel Widerstand stieß.

1969 holt ihn Franz Jonas als Pressechef in die Präsidentschaftskanzlei. An der Seite zweier Bundespräsidenten verfolgt er die Gegenwart der Republik in ihren innen-wie außenpolitischen Facetten. Die Bewältigung der jüngsten Geschichte bleibt sein Anliegen, das in zahlreichen Publikationen Ausdruck erhält und ihn als Anwalt kompromißlosen Österreichertums ausweist.

Nr. 8 /20. Februar 1985

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