Impfung Corona Covid - © Foto: iStock/alvarez

Corona: Den Herbst im Blick

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Die Pandemie ist zwar weniger präsent, aber noch nicht vorbei: Warum es trotz Impfschutz zu Symptomen kommen kann – und wann eine vierte Impfung empfohlen wird.

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Die Pandemie ist zwar weniger präsent, aber noch nicht vorbei: Warum es trotz Impfschutz zu Symptomen kommen kann – und wann eine vierte Impfung empfohlen wird.

Wer hat ein höheres Risiko, trotz Impfschutz Covid-Symptome zu entwickeln? Das hat eine aktuelle belgische Studie untersucht, die Datensätze von mehr als acht Millionen Einwohnern ausgewertet hat. Über circa fünf Monate waren bei knapp fünf Prozent der Teilnehmer sogenannte Durchbruchsinfektionen zu beobachten. Das bedeutet umgerechnet, dass von 100 Teilnehmern im Laufe eines Jahres rund elf Prozent eine Infektion entwickeln, die den Impfschutz „durchbricht“. Diese Infektionen waren häufiger bei Erwachsenen zu beobachten, die einen Vektor-Impfstoff (Astra-Zeneca, Janssen) erhielten im Vergleich zu jenen mit einem mRNA-Impfstoff (Moderna, Biontech/Pfizer). Obwohl die Studie nicht darauf ausgelegt war, die Wirksamkeit der einzelnen Impfstoffe zu vergleichen, lässt sich daraus ableiten, dass ein mRNA-Impfstoff einen höheren Schutz gegen Durchbruchsinfektionen bietet.

Risikofaktoren für „Durchbrüche“

Es ist zwar möglich, sich mehrmals mit Covid zu infizieren. Eine bereits durchgemachte Covid-Infektion vor der Impfung sorgt aber für ein geringeres Infektions- und Erkrankungsrisiko. Die erhöhte Häufigkeit bei Unter-65-Jährigen erklären sich die Forscher über ein riskanteres Sozialverhalten im Vergleich zu älteren Personen. Die Mehrheit der Durchbruchsinfektionen verlief symptomatisch: Husten, Kopfschmerzen und eine rinnende Nase waren dabei die häufigsten Beschwerden. „Wir haben Risikofaktoren für Durchbruchsinfektionen identifiziert, und das könnte künftig für Strategien zur Booster-Impfung wichtig sein“, sagte Veerle Stouten vom nationalen Public-Health-Institut in Belgien gemäß einer Pressemitteilung. „Menschen, die bereits eine Infektion hatten und zusätzlich einen Impfschutz aufweisen, haben eine hybride Immunität erworben. Sie haben ein geringeres Risiko für das Auftreten von Durchbruchsinfektionen sowie für damit verbundene Symptome.“

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