Elektroauto Mobilität - © Foto: iStock/SimonSkafar

E-Autos: Hindernisse im Kopf

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Bei der Förderung von Elektroautos spielt auch die Psychologie eine Rolle: Denn viele Autofahrer haben noch Angst, auf der Strecke „liegenzubleiben“.

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Bei der Förderung von Elektroautos spielt auch die Psychologie eine Rolle: Denn viele Autofahrer haben noch Angst, auf der Strecke „liegenzubleiben“.

Sie sind im heutigen Straßenbild keine Exoten mehr: Um den Elektroautos freie Fahrt zu ermöglichen, wurden in den letzten Jahren finanzielle und technische Hürden aus dem Weg geräumt. Die Preise sind gesunken; zugleich gibt es ökonomische Anreize und ein immer dichteres Netzwerk an Ladestationen. Dennoch ist der Anteil der E-Autos noch weit davon entfernt, zu einer signifikanten Reduktion der verkehrsbedingten CO₂-Emissionen beizutragen. Im Jahr 2020 wurde weltweit nur ein Prozent aller Fahrzeuge elektrisch betrieben. Um die Klimaziele für 2030 zu erreichen, müsste dieser Anteil global auf zumindest zwölf Prozent anwachsen.

Unterschätzte Reichweite

„Bislang haben Initiativen für die Mobilitätswende vor allem an den technischen und finanziellen Aspekten gearbeitet. Psychologische Faktoren hingegen wurden kaum in Betracht gezogen“, sagt Mario Herberz, Psychologe an der Universität Genf, in einer Presseaussendung. „Viele Studien zeigen jedoch, dass Menschen ihr Verhalten nicht automatisch ändern, nur weil es günstiger für sie oder die Gesellschaft ist.“ Es gibt also auch Hindernisse im Kopf zu überwinden. Ein Team um Herberz hat nun eine Untersuchung im Fachjournal Nature Energy präsentiert. Dafür wurden mehr als 2000 Autofahrer aus unterschiedlichen Alters- und Gesellschaftsgruppen in Deutschland und den USA befragt. Das Ergebnis, zugespitzt: Die Menschen trauten den elektrischen Batterien zu wenig zu.

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