Paul Watzlawick - Nach beruflichen Abenteuern fand der gebürtige Villacher (1921–2007) am renommierten Mental Research Institute (MRI) in Palo Alto, Kalifornien, eine wissenschaftliche Heimat. - © picturedesk.com / Friedrich Rauch / Interfoto
Wissen

Forscher, Yogi, Freigeist

1945 1960 1980 2000 2020

Im Zeitalter der digitalen Kommunikationsflut ist sein Werk aktueller denn je: Paul Watzlawick hat (zwischen-)menschliche Probleme innovativ analysiert. Georg Wick erinnert sich an seine Begegnungen mit dem vielseitigen Psychotherapeuten.

1945 1960 1980 2000 2020

Im Zeitalter der digitalen Kommunikationsflut ist sein Werk aktueller denn je: Paul Watzlawick hat (zwischen-)menschliche Probleme innovativ analysiert. Georg Wick erinnert sich an seine Begegnungen mit dem vielseitigen Psychotherapeuten.

Der bekannte Psychologe, Psychotherapeut, Philosoph und Beststellerautor Paul Watzlawick war ein Cousin meines Vaters und so auch mein Onkel zweiten Grades. Ich bin ihm daher schon in der Jugend oft in meinem Elternhaus am Millstättersee begegnet. Bei diesen früheren Gelegenheiten war ich meist nur Zuhörer bei interessanten, oft kontroversiellen Gesprächen. Das änderte sich später während und nach meinem Medizinstudium und vor allem nach meiner Berufung als Professor an die Medizinische Fakultät der Universität Innsbruck, wo Paul dann jedes Jahr anlässlich seiner sommerlichen Reisen von den USA nach Europa vorbeikam und Vorlesungen bei meinen begeisterten Studenten hielt. Diese Beziehung zu Paul hatte sich aber schon vor der Innsbrucker Zeit während meines mehrjährigen Forschungsaufenthalts in den USA vertieft.

Rückblickend habe ich vier Lebenskreise von Paul Watzlawick kennengelernt: (1.) den des Wissenschaftlers, (2.) den des Psychotherapeuten, (3.) den des begnadeten Redners, Autors und Erklärers der menschlichen Seele sowie (4.) den des charmanten, aber etwas introvertierten, auf Distanz bedachten, pedantischen und sogar eigenbrötlerischen Menschen.

Freundschaft mit Krishnamurti

Paul wurde in Villach als Sohn eines böhmischen Vaters und einer italienischen Mutter geboren. Die italienische Sprache wurde ihm also schon in die Wiege gelegt, war aber eben nur eine von vielen Sprachen, die er perfekt beherrschte. Nach seiner Promotion in den Fächern Philosophie und Psychologie in Venedig widmete er sich dem Studium der Psychotherapie am C. G. Jung-Institut in Zürich. Dann zog er nach Indien, um dort eine psychotherapeutische Praxis zu eröffnen. Erstaunlich, weil er ja – trotz Rekrutierung prominenter Patienten wie Mitgliedern der Familie Nehru – in direkte Konkurrenz zu den einheimischen Gurus trat.

Der bekannte Psychologe, Psychotherapeut, Philosoph und Beststellerautor Paul Watzlawick war ein Cousin meines Vaters und so auch mein Onkel zweiten Grades. Ich bin ihm daher schon in der Jugend oft in meinem Elternhaus am Millstättersee begegnet. Bei diesen früheren Gelegenheiten war ich meist nur Zuhörer bei interessanten, oft kontroversiellen Gesprächen. Das änderte sich später während und nach meinem Medizinstudium und vor allem nach meiner Berufung als Professor an die Medizinische Fakultät der Universität Innsbruck, wo Paul dann jedes Jahr anlässlich seiner sommerlichen Reisen von den USA nach Europa vorbeikam und Vorlesungen bei meinen begeisterten Studenten hielt. Diese Beziehung zu Paul hatte sich aber schon vor der Innsbrucker Zeit während meines mehrjährigen Forschungsaufenthalts in den USA vertieft.

Rückblickend habe ich vier Lebenskreise von Paul Watzlawick kennengelernt: (1.) den des Wissenschaftlers, (2.) den des Psychotherapeuten, (3.) den des begnadeten Redners, Autors und Erklärers der menschlichen Seele sowie (4.) den des charmanten, aber etwas introvertierten, auf Distanz bedachten, pedantischen und sogar eigenbrötlerischen Menschen.

Freundschaft mit Krishnamurti

Paul wurde in Villach als Sohn eines böhmischen Vaters und einer italienischen Mutter geboren. Die italienische Sprache wurde ihm also schon in die Wiege gelegt, war aber eben nur eine von vielen Sprachen, die er perfekt beherrschte. Nach seiner Promotion in den Fächern Philosophie und Psychologie in Venedig widmete er sich dem Studium der Psychotherapie am C. G. Jung-Institut in Zürich. Dann zog er nach Indien, um dort eine psychotherapeutische Praxis zu eröffnen. Erstaunlich, weil er ja – trotz Rekrutierung prominenter Patienten wie Mitgliedern der Familie Nehru – in direkte Konkurrenz zu den einheimischen Gurus trat.

Paul machte sich mit einem alten VW auf eine lange Reise durch Indien und tauchte tief in die östliche Philosophie ein

Dieses Abenteuer endete auch bald, aber Paul streckte den – finanziell doch irgendwie erwarteten – Fehlschlag grandios weg und machte sich mit einem alten VW auf eine lange Reise durch den riesigen Subkontinent. Nach seinen Erzählungen war diese Zeit bestimmend für sein weiteres persönliches und berufliches Leben: Er tauchte tief in die östliche Philosophie ein und erfüllte sich einen lang gehegten Wunsch, nämlich ein erstes Treffen und intensive Gespräche mit dem Philosophen Jiddu Krishnamurti, der ihn mit einer für ihn ganz neuen Denkweise der indischen Metaphysik konfrontierte und ihn lehrte, „mit sich selbst in Einklang zu stehen“. Krishnamurtis Schriften beschäftigen sich mit der Macht der Meditation für die radikale Veränderung der Gesellschaft. Sein Konzept einer „Revolution der Psyche“ besagt, dass Veränderungen des Menschen nicht von außen bewirkt werden sollten, sondern in jedem Einzelnen selbst beginnen müssten.

Das Eintauchen in die Philosophie von Hinduismus und Buddhismus und die von Paul als eine der wichtigsten Begegnungen seines Lebens bezeichnete Freundschaft mit Krishnamurti führten auch dazu, dass er sich dem Studium von Yogaübungen widmete, die er dann sein ganzes Leben täglich praktizierte (Paul verabscheute übrigens jede Art von Sport). Er erzählte mir, dass er dadurch „die Bande seines Bewusstseins lockern und Zugang zu seinem Unterbewusstsein finden konnte“; ein Effekt, den er natürlich auch an die Patienten in der psychotherapeutischen Praxis weitergeben wollte.

Zurück in Europa, schlug sich Paul zunächst mit Vorträgen über verschiedenste Themen der Psychoanalyse und einem kurzen Gastspiel am Goethe-Institut in München durch. Nach seinen Erzählungen erreichte ihn dann plötzlich ein telefonischer Anruf aus dem Zürcher Jung-Institut, der ihn darüber informierte, dass an der Universität im mittelamerikanischen San Salvador eine Professur für Psychotherapie zu besetzen sei. Obwohl Paul damals noch kein Spanisch sprach und die Stelle schon in wenigen Monaten angetreten werden musste, akzeptierte er diesen Ruf, denn „Spanisch kann ich bis dahin schon lernen. Für die Vorlesung wird es wohl reichen!“ Mit seinen dort weiter ausgebauten Kenntnissen über Kommunikationsprozesse und Familientherapie zog er Ende der 1950er Jahre schließlich weiter in die USA und fand am renommierten „Mental Research Institute“ (MRI) in Palo Alto, im Silicon Valley in Kalifornien, seine endgültige wissenschaftliche und persönliche Heimat, inklusive Honorarprofessuren an der Stanford Universität und an verschiedenen europäischen Institutionen.

Paradoxe Interventionen

Von seinem wissenschaftlichen Lebenskreis sind mir aus unseren langen Gesprächen zwei Schwerpunkte in Erinnerung: Da war zunächst sein Engagement für den radikalen Konstruktivismus, zusammen mit seinen Kollegen und Freunden aus der einschlägigen Wiener Schule, Heinz von Förster und Ernst von Glasersfeld. In dieser Forschungsrichtung wird die „sogenannte Wirklichkeit“ in Frage gestellt und behauptet, dass sich jeder Mensch seine eigene Wirklichkeit konstruiert; eine Maxime, die durch die moderne neuronale Kognitionsforschung unterstützt wird: Unser Gehirn empfängt ja Eindrücke von außen und innen, analysiert diese, zieht einschlägige Erfahrungen, Erinnerungen und Emotionen heran und konstruiert so ein neues, persönliches Bild der äußeren Welt.

Sein zweites Thema, das mich in unseren Gesprächen immer faszinierte, waren die unorthodoxen Ansätze zur Familientherapie, die am „Mental Research Institute“ praktiziert wurden. Die von Paul Watzlawick angewandte Psychotherapie war nämlich eine aus der Familientherapie entwickelte Variante der Kurzzeittherapie. Sie beruht auf zwei Prinzipien, und zwar richtet sie sich ausschließlich auf die im momentanen Verhalten beobachtete Interaktion mit dem Patienten – also ohne Rückgriff auf dessen Vergangenheit, zum Beispiel seine frühkindliche Phase – und sie bedient sich absichtlicher, unorthodoxer Interventionen zur Veränderung eines bestimmten Systemzustandes.

Die am „Mental Research Institute“ angewandte Methode der Kurzzeittherapie hatte also nur die Behandlung einer Gruppe von zusammenhängenden Symptomen zum Ziel, nicht die „allumfassende Heilung“ der Psyche eines Patienten. Die Behebung dieses – oft nur vorgeschobenen – Einzelproblems kann dann allerdings oft auch zur generellen psychischen Stabilisierung führen. Dafür stellte Paul Watzlawicks Expertise bezüglich der pragmatischen Wirkungen der menschlichen Kommunikation mit besonderer Berücksichtigung von Verhaltensstörungen natürlich eine optimale Basis dar.

Finanzielle Existenzangst

Was den psychotherapeutischen Lebenskreis von Paul Watzlawick betrifft, so erinnere ich mich noch gut an ein Gespräch bei einem gemeinsamen Abendessen in einem Restaurant in Sausalito, einem Vorort von San Francisco. Bei diesem Gespräch erklärte mir Paul die zwei aus der wissenschaftlichen Tätigkeit in die Praxis übergeleiteten Prinzipien seiner psychotherapeutischen Strategie, und zwar, dass er den Patienten immer nur maximal zehn Sitzungen anbot und ihnen erkläre, dass sie bei mangelndem Erfolg nach dieser Zeit einen anderen Psychotherapeuten aufsuchen müssten, und dass er die Technik der „paradoxen Intervention“ anwendete.

Ein Beispiel für eine paradoxe Intervention ist etwa der Auftrag an einen stotternden Patienten, dem Therapeuten vorzuführen, „wie stark er wirklich stottern kann, damit ich weiß, wie intensiv die Behandlung sein muss“. Anscheinend hatte Paul mit diesen therapeutischen Prinzipien beachtliche klinische Erfolge. Er wäre immer gerne nach Österreich zurückgekehrt, aber zu dieser Zeit durften Psychotherapeuten – im Gegensatz zu medizinisch ausgebildeten Psychiatern – bei uns noch keine eigene Praxis eröffnen.

Er lebte strikt nach seiner täglichen Routine und hasste es, wenn diese – auch während seiner Reisen – gestört wurde.

Paul war übrigens ein besonders sparsamer, fast geiziger Mensch, den immer noch die von der Zeit des Zweiten Weltkrieges geprägte finanzielle Existenzangst quälte. Das war auch einer der Gründe, warum er regelmäßig meinen Vater um fachlichen Rat in finanziellen Angelegenheiten fragte. Als ich ihn einmal darauf ansprach, dass es im Silicon Valley doch so viele gestresste Manager und „grüne Witwen“ gäbe, die psychotherapeutischen Rat benötig­ten und ihm daher ein gutes Einkommen sichern könnten, schüttelte Paul nur den Kopf und sagte, er hätte immer nur fünf Patienten. Auf meine Frage, warum er sich diese Beschränkung auferlegte, antwortete er, dass er sich „zur gleichen Zeit nur in maximal fünf Seelen hineindenken könne“.

Der dritte Lebenskreis Paul Watzlawicks manifestierte sich in seiner unglaublichen Fähigkeit, komplexe psychologische Phänomene in Vorträgen, bei Diskussionen und in populärwissenschaftlichen Büchern für Laien kurz und einprägsam darstellen zu können. In den Vorlesungen bei meinen Studenten – sie mussten wegen des großen Andrangs in einen zweiten Hörsaal übertragen werden – hat er Beispiele für den Konstruktivismus und für seine Erfahrungen als Psychotherapeut diskutiert. Seine Strategien zur Problemlösung waren aber nicht nur bei Patienten, Studenten und einem begeisterten Leserkreis von Laien gefragt, sondern auch von großen internationalen – gut zahlenden – Firmen.

In seinen Büchern hat Paul Watzlawick seine wissenschaftlichen Ideen und Erkenntnisse perfekt für ein breites Laienpublikum aufbereitet. In „Wie wirklich ist die Wirklichkeit?“ etwa geht es um den radikalen Konstruktivismus, in „Anleitung zum Unglücklichsein“ und „Vom Schlechten des Guten“ um Paradoxien, die auch in der Psychotherapie zur Anwendung kommen. Es gibt gewisse, in Paul Watzlawicks Werken immer wieder vorkommende, teils anglizistische Ausdrücke wie „feed-back“, „self-fullfilling prophecy“ oder „Beziehungsfalle“, die ihm zugeschrieben werden und schon in den allgemeinen Sprachgebrauch eingegangen sind. Das gilt auch für den von ihm geprägten Slogan aus der Kommunikationswissenschaft: „Man kann nicht nicht kommunizieren.“

Ich war von Pauls Sparsamkeit und Genügsamkeit immer sehr angetan, für seine Partnerinnen war das aber eventuell einer der Stolpersteine.

Wie habe ich den vierten, privaten Lebenskreis von Paul erlebt? Zwiespältig! Paul war immer ein gepflegter, gut aussehender Mann, der – so die Erzählung meiner Eltern – von Jugend an auf das weibliche Geschlecht große Anziehungskraft ausübte. Mit Ausnahme seiner letzten Ehefrau, die ihn bis zu seinem Tod im Jahr 2007 begleitete, schienen alle diese Beziehungen allerdings immer zum Scheitern verurteilt gewesen zu sein. Der Grund war wohl, dass Paul das war, was man als typischen Junggesellen bezeichnen kann. Er war immer auf sich allein gestellt, konnte sich ungehindert durch familiäre Beziehungen frei bewegen und sein Leben selbst gestalten. Er lebte außerdem strikt nach seiner täglichen Routine – Stichwort Yoga – und hasste es, wenn diese – auch während seiner Reisen – gestört wurde.

Typischer Junggeselle

Er ließ aber auch seine wenigen Freunde, wie meinen Vater oder auch mich, nicht wirklich nahe an sich heran. Paul war charmant, man hatte in seiner Gegenwart aber immer das Gefühl, dass er sein Gegenüber kritisch und etwas belustigt analysierte. Er hatte ganz strikte Ess- und Trinkgewohnheiten – kein gegrilltes Fleisch, kein Alkohol – und auch erstaunliche Prinzipien in Bezug auf seine Kleidung. Ich kenne ihn nur in drei, immer exakt gleichen Ausstaffierungen: auf Reisen immer mit einer blauen Wolljacke und hellgrauen Hose, weißem Hemd und blau gemusterter Krawatte; bei Vorträgen mit der gleichen Hose, weißem Hemd, Krawatte und dunkelblauem Blazer; bei feierlichen Anlässen mit der gleichen Adjustierung, aber einer dunkelblauen Hose zum Blazer. Auf seinen Reisen hatte er immer nur einen kleinen Handkoffer mit, der zusätzlich zu den erwähnten Kleidungsstücken noch einige weitere Reservehemden aus Nylon enthielt. Das am Tag getragene Hemd wurde von Paul im Hotel oder bei seinen Gastgebern nämlich jeden Abend selbst gewaschen und über Nacht – weil bügelfrei – getrocknet. Am nächsten Tag stand er wieder wie aus dem Ei gepellt blau und grau auf der Matte. Ich war von Pauls Genügsamkeit, Sparsamkeit und Bescheidenheit immer sehr angetan, für seine Partnerinnen war das aber eventuell einer der Stolpersteine.

Heute ertappe ich mich jedenfalls gelegentlich dabei, von Paul Watzlawicks Ideen im täglichen Leben konfrontiert zu werden: etwa, wenn meine Frau ein Objekt offensichtlich in einer ganz anderen Farbe sieht als ich selbst, wir uns also beide andere Wirklichkeiten konstruieren – oder wenn eine Auseinandersetzung in meiner großen Familie einer kurzfristigen paradoxen Intervention bedarf.

Der Autor ist em. o. Prof. an der Univ. Innsbruck und war Gründungsdirektor des ÖAW-Instituts für Biomedizinische Alternsforschung sowie ehem. Präsident des FWF

Fakt

Im Zeichen von Watzlawick: Freude am Diskurs

Ulrike Guérot - Ulrike Guérot, ausgezeichnet mit dem Paul-Watzlawick-Ehrenring 2019 - © Donau-Uni Krems
© Donau-Uni Krems

Globales Denken und Forschen, Weltoffenheit und Diskursfreude, fächerübergreifender Austausch sowie die Begegnung zwischen Wissenschaft, Literatur, Kunst und Gesellschaft: Für all das steht der Paul-Watzlawick-Ehrenring, eine Initiative der Ärztekammer für Wien. Mitte Oktober wurde er nun an Ulrike Guérot übergeben. Die Leiterin des Departments für Europapolitik und Demokratieforschung der Donau-Uni Krems hat sich als streitbare Kämpferin für ein vereinigtes Europa einen Namen gemacht.

Auch Konrad Paul Liessmann ist Preisträger des Watzlawick-Ehrenrings (2016) – und wie Watzlawick stammt er aus Villach. Kein Wunder also, dass Liessmann einer der Vortragenden bei den Paul-Watzlawick-Tagen war, die vom 18. bis 20. Oktober in Villach stattgefunden haben. Bei der Tagung standen Humor und Paradoxie im Spannungsfeld der Kommunikation zur Debatte. „Gerade in den Situationen des Ernstes und der vermeintlichen Alternativlosigkeit entfaltet der Humor seine subversive Kraft“, so Liessmann. „Im Unernst verweigern wir uns den Ansprüchen der Wirklichkeit. Humor als das Nichternste am Ernst ist selbst eine paradoxe Intervention.“ Also jene Strategie, die der Therapeut Watzlawick zur Problemlösung empfohlen hat – um selbst in der Krise noch lachen zu können, frei nach dem Motto der Veranstaltung: „Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst!“ (mt)