Vollmond - © Foto: iStock/parameter

"Donwilhelmsit": Liebesgrüße vom Mond

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Wadsleyit, Ringwoodit oder Bridgmanit – was wie Figuren aus einem Fantasy-Roman klingt, sind die Minerale, die große Teile des Erdmantels bilden. Sie werden aber auch in Meteoriten gefunden, die auf der Erde landen. Denn Gesteinsbrocken vom Mond werden ihrerseits durch Meteoriten oder Asteroiden in den Weltraum geschleudert: Bei diesen Einschlägen am Mond kommt es zu enormem Druck und extrem hohen Temperaturen. Winzig kleine Bereiche des Mondgesteins können dabei schmelzen: Für Sekundenbruchteile formieren sich dann jene Bedingungen, die in den tiefen Schichten des Erdmantels herrschen. Und es bilden sich jene Minerale, die dort ansonsten unerreichbar verborgen sind.

Die versprengten Brocken liefern für Wissenschaftler daher wertvolles Material – hinsichtlich der Entstehung des Mondes ebenso wie zur Erforschung der Prozesse im Erd-inneren. Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Ludovic Ferrière, dem Kurator der Meteoritensammlung im Naturhistorischen Museum (NHM) Wien, hat nun ein neues Mineral entdeckt: „Donwilhelmsit“ stammt aus einem Mondmeteoriten, der 2014 in der Westsahara gefunden wurde, und ist nach dem US-amerikanischen Mondforscher Don E. Wilhelms benannt. Dieser arbeitete bei den Apollo-Missionen mit, die erste Gesteine vom Mond zur Erde brachten. Die Untersuchungen am Fundobjekt aus der Wüste sind voll im Gange. Ein rund 31 Gramm schweres Stück davon ist im Meteoritensaal des NHM Wien zu besichtigen.

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