Floyd Familie - © Foto: APA / Olivier Douliery

George Floyds Familie fordert Polizeireform

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Am 25. Mai 2020 wurde George Floyd von einem Polizisten brutal ermordet. Ein Jahr nach seinem Tod steht die angekündigte Polizeireform immer noch aus.

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Am 25. Mai 2020 wurde George Floyd von einem Polizisten brutal ermordet. Ein Jahr nach seinem Tod steht die angekündigte Polizeireform immer noch aus.

Ein Jahr nach der Tötung des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz am 25. Mai 2020 ist US-Präsident Joe Biden mit Floyds Familie zusammengekommen. Auch Vizepräsidentin Kamala Harris hat an dem Treffen teilgenommen. Biden forderte nach dem einstündigen Gespräch hinter verschlossenen Türen weitere Maßnahmen gegen Rassismus und Polizeigewalt. Die Verurteilung des weißen Polizisten Derek Chauvin wegen Floyds Tods im vergangenen Monat sei ein wichtiger Schritt in Richtung Gerechtigkeit gewesen, teilte Biden mit. „Aber unser Fortschritt kann dort nicht aufhören.“ Biden forderte den Kongress erneut dazu auf, ein nach George Floyd benanntes Gesetz für Polizeireformen zu verabschieden. „Um eine wirkliche Veränderung herbeizuführen, müssen wir Rechenschaft ablegen, wenn Polizeibeamte ihren Eid verletzen.“ Er hoffe darauf, dass er das Gesetz bald unterzeichnen könne. Bei einer öffentlichen Stellungnahme vor dem Weißen Haus forderten nach dem Treffen auch Floyds Angehörige eine Verabschiedung des Gesetzes. Sein Bruder Philonise Floyd sagte in einer emotionalen Rede: „Wenn man Bundesgesetze machen kann, um den Vogel, den Weißkopfseeadler, zu schützen, kann man auch Bundesgesetze machen, um People of Color zu schützen.“

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