Karl Nehammer Energie Vereinigte Arabische Emirate - © Foto: APA / BKA / Dragan Tatic

Nehammer: Energetische Suche in der Golfregion

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Österreichs Regierung will unabhängiger von russischem Gas werden.

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Österreichs Regierung will unabhängiger von russischem Gas werden.

Es war ein Blitzbesuch angesichts des Ukraine-Kriegs. Österreich ist fast ausschließlich von russischem Gas abhängig. Die Regierung sucht nun rasch nach Alternativen. Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) reiste daher mit Energieministerin Leonore Gewessler (Grüne) und Rohstoffministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) in die Vereinigten Arabischen Emirate und nach Katar. Diese Länder seien „wichtige Partner für Österreich sowie bedeutende Energielieferanten“, so der Kanzler. Bei den kurzfristig angesetzten Gesprächen ging es um die Lieferung von Flüssigerdgas (LNG) sowie von grünem Wasserstoff. „Eine der wichtigsten Alternativen, die wir als Bundesregierung in Zukunft forcieren möchten“, betonte Köstinger. Sie setzte fort: „Die Vereinigten Arabischen Emirate bieten ideale Bedingungen für die Produktion von grünem Wasserstoff, während Österreich über jahrzehntelange Erfahrung im Gastransport und der Speicherung verfügt.“

Die Regierungsspitze wurde auch von Vertretern der OMV begleitet, die mit der staatlichen Ölgesellschaft in Abu Dhabi (ADNOC) bereits eng verbunden ist. Die Emirate zählen so wie Russland zu den Ländern mit den größten Gasreserven. Doch auch sie sind abseits der demokratischen Welt. Zudem hat Flüssigerdgas eine nochmals schlechtere Klimabilanz als konventionelles Erdgas, weil man es mit viel Energieaufwand stark kühlen muss. Das weiß man auch im Umweltministerium. „Es ist grauslich, aber wer weiß eine andere Lösung?“, twitterte dort die stv. Kabinettschefin Irmi Salzer.

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