Iran - © Foto: APA / AFP / Pau Barrena

Weltweite Proteste gegen Irans Gewalt

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Im Iran versucht das Regime mit aller Macht und Gewalt die Protesteste nach dem Tod von Mahsa Amini zu unterdrücken, damit sie nicht weiter nach außen dringen können. Solidarität für die Iranerinnen, die um für ihre Rechte kämpfen, kommt mittlerweile aber aus der ganzen Welt. Das Abschneiden der Haare wurde zum Symbol des Widerstandes.

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Im Iran versucht das Regime mit aller Macht und Gewalt die Protesteste nach dem Tod von Mahsa Amini zu unterdrücken, damit sie nicht weiter nach außen dringen können. Solidarität für die Iranerinnen, die um für ihre Rechte kämpfen, kommt mittlerweile aber aus der ganzen Welt. Das Abschneiden der Haare wurde zum Symbol des Widerstandes.

Wien, Berlin, Zürich, London, Warschau, Nikosia, Istanbul, New York, Buenos Aires, Seoul oder (wie im Bild) Barcelona: Weltweit gehen Menschen auf die Straße, um ihre Solidarität mit den Menschen im Iran zu bezeugen, die nicht nur ein Ende des Kopftuchzwanges und der Unterdrückung fordern, sondern des Regimes insgesamt. Die rote Farbe soll an das Blutvergießen im Iran erinnern: Mitte September hatte die Sittenpolizei die 22-jährige Mahsa Amini festgenommen, weil sie ihr Kopftuch nicht ordnungsgemäß getragen haben soll. Die junge Kurdin verstarb kurz darauf in Haft. Was folgte, waren landesweite Proteste, Frauen, die sich in aller Öffentlichkeit die Haare abschnitten – und gewaltsame Niederschlagungen. Mehr als 150 Tote sind bislang zu verzeichnen.

Ob der anhaltenden Repressionen gegen die eigene Bevölkerung prüft die EU Sanktionen gegen das Regime. Unterdessen drücken auch Kulturschaffende ihren Protest aus: In Mailand schuf der Künstler Alexsandro Palombo vor dem iranischen Konsulat ein Wandgemälde, das die Comicfigur Marge Simpson mit abgeschnittenen Haaren zeigt; in Rom deponierten Besucher des Maxxi-Museums Haarsträhnen in einer durchsichtigen Box, die als symbolische Urne an die iranische Botschaft geschickt werden sollte; und in Frankreich und Deutschland schneiden sich Schauspieler(innen) vor laufender Kamera die Haare ab. Ihre Botschaft an die Iranerinnen: „Wir nehmen euch wahr. Wir stehen an eurer Seite.“

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