Ja, lautet mit Blick auf die heutige Welt die schnelle Antwort. Doch ist es der Nationalismus der Kriege des 20. Jahrhunderts, der hier aufersteht? Eine von acht Fragen zum 80-Jahr-Jubiläum der FURCHE.
In der Hans Christian Andersen-Stadt Kopenhagen widmet sich ein Forschungszentrum den globalen Nationalismen. Anders als der nackte Herrscher im Märchen, zeigt sich die Neue Rechte bestens ausstaffiert.
Jedes Stück Rot-Weiß-Rot, das nach 1945 zurückgewonnen wurde, beschreibt Altbundeskanzler Franz Vranitzky als großes Erlebnis in seiner Kindheit und Jugend. Der Opfermythos störte ihn lange, 1991 sah er den richtigen Moment, um damit Schluss zu machen.
Auch Staaten fragen nach ihrer Identität. Mithilfe des Sports – egal ob bei Skirennen, im Fußball oder anderen Wettbewerben – versuchen sie, jenes nationale Image zu vermitteln, das sie gerne darstellen möchten.
Um die extreme Rechte zu verstehen, muss man in ihre Zirkel und Milieus blicken, rät Extremismus-Expertin Manni Crone. Auch der Nationalismus wird dort neu buchstabiert.
100 Jahre nach der von Habsburg-Österreich verlorenen Schlacht von Königgrätz ist das Jahr 1866 als Beginn jener Entwicklung zu sehen, an deren Ende das heutige Österreich steht.