Das Urteil gegen August Wöginger bietet die Chance, endlich die politische Kultur in diesem Land zu erneuern. Das wäre systemrelevant, müsste aber auch ein „Bürgeranliegen“ sein.
Was wäre, wenn der 8. Mai 1945 kein Kriegsende gewesen wäre, Hitler gewonnen hätte? Hellmut Butterwecks Roman steht in dieser Fragetradition – und treibt sie auf die Spitze.
Ob es Spuckattacken sind, brutale Handgreiflichkeiten gegen eine Nonne oder die Zerstörung einer Christusfigur, in dieser schockierenden Gewalt entblößt sich die Hybris der Religion.
Tim Spectors „Die Wissenschaft der Fermentation" erklärt, warum fermentierte Lebensmittel so ungeheuer gesund sind – und macht Lust auf eigene Experimente.
Die aktuellen Krisen erzwingen Antworten. Taugt die antike Tugendlehre dabei auch heute noch als Richtschnur? Ein philosophischer Briefwechsel zwischen Michaela Masek und Konrad Paul Liessmann.
So wirkungslos pontifikale Adressen politisch in der Regel bleiben – unter Leo hat sich etwas geändert. Jetzt stehen weitere pontifikale Richtungsentscheidungen an. Eine Analyse.
Mit „Engel des Verschwindens“ hat der kroatische Theatermacher Slobodan Šnajder einen fulminanten Roman über eine starke Frau und die jugoslawische Geschichte des 20. Jahrhunderts geschrieben.
Gewalt gegen Frauen findet im physischen Raum und im Internet statt. Die Reaktionen unterscheiden sich aber deutlich. Kalliopi Mingeirou leitet die Abteilung der UN zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen – und warnt davor, digitale Gewalt zu unterschätzen.
FPÖ-Chef Herbert Kickl will gutes Benehmen gegenüber Respektpersonen wie in den guten alten Zeiten wieder mit einer ordentlichen Tachtel durchsetzen – er kann gleich in seinem Nationalratsklub anfangen.
Wir können trotz Ungewissheit handeln, schreibt die Philosophin Katharina Lacina in ihrer Kolumne. Wer wartet, bis alles geklärt ist, hat oft schon verloren.
Laut dem neuen Bericht von Reporter ohne Grenzen befindet sich die weltweite Pressefreiheit auf dem tiefsten Stand seit 25 Jahren. In Österreich gibt es indes einen Aufwind.
Anlässlich des Irankriegs werden in den USA wieder Bedingungen debattiert, unter denen militärische Gewalt moralisch vertretbar sei. Doch Papst Leo scheut sich nicht, Flagge zu zeigen.
Es gibt Klärungsbedarf bei Präparaten, Aufklärungsgesprächen und Regeln für private Einrichtungen. Darüber diskutierten Fachleute bei den Seggauer Gesprächen.
Während der Rest Europas die Grenzen dichtmacht und abschiebt, setzt die sozialistische Regierung in Madrid auf Integration. Hinter dem humanitären Signal steht auch wirtschaftliches Kalkül. Ein Lokalaugenschein.
In der österreichischen Kirche regt sich Kritik an der Heiligenkreuzer Interpretation des römischen Untersuchungsergebnisses. Warum das so ist und was die Mönchsgemeinschaft selbst dazu sagt.
Wie sieht ein Haushalt aus, in dem alle Produkte aus Kunststoff entfernt wurden? Ziemlich leer. Ein interdisziplinäres Forschungsprojekt zeigt Alternativen.
Der Gesetzgebungsprozess über ein EU-weites Verbot der Ewigkeitschemikalien PFAS tritt in die Entscheidungsphase. Vor der EU-Kommission in Brüssel protestieren Betroffene aus schwer verschmutzten Gebieten. In der Kommission bemüht sich die Chemie-Industrie um Gehör.
Leere statt Touristengedränge in Jerusalem und Angst, was auf den Waffenstillstand folgt. Bericht eines 19-jährigen Gedenkdieners aus dem Österreichischen Hospiz.
Mit einem Pavillon wirbt ein interreligiöses Team beim ESC für ein friedliches Miteinander. Trotz Nahost-Konflikt sind respektvolle Begegnungen möglich, so die Organisatorinnen.
Warum DIE FURCHE lesen?
Zum 80-Jahr-Jubiläum der FURCHE haben wir Wegbegleiter:innen gefragt, warum sie DIE FURCHE lesen - und was dieses Blatt ausmacht.
Der 70. Eurovision Song Contest wird vom Streit um die Teilnahme Israels und dem Boykott von gleich fünf Ländern überschattet. Unpolitisch war der Wettbewerb aber nie. Ein Rückblick.
Evelio Menjivar-Ayala flüchtete aus El Salvador in die USA. Nun machte ihn Leo XIV. zum Bischof – ausgerechnet in einer Trump Hochburg. Im Vorfeld des Besuchs des US-Außenministers Marco Rubio ist die Ernennung ein Fingerzeig.
In der Kolumne „Hingehört“ geht es um Dinge, die die Autorin unterwegs aufschnappt. Diesmal: Komplimente, die aus der Zeit gefallen wirken, und die Frage, ob wir Zeit überhaupt messen können.
Sie reden Dialekt, studieren, arbeiten, sind ehrenamtlich aktiv – und sollen dennoch gehen müssen. Die Geschwister Oshakuade zeigen, wie Recht und Gerechtigkeit im Einzelfall auseinanderklaffen.
Seit er zehn Jahre alt ist, weiß Felix Zych um seine Autismusdiagnose. Mit dem Verein „Im Spektrum“ baut er Vorurteile ab und setzt sich für Inklusion ein, etwa beim Eurovision Song Contest.
Für die Patientenanwältin Michaela Wlattnig ist es wichtig, Menschen mit Sterbewunsch mit Respekt zu begegnen. Wesentlich sei die Entlastung von Angehörigen.
Der Palliativmediziner Gerold Muhri erzählt, dass viele Menschen mit Sterbewunsch nach einem vertrauenswürdigen Aufklärungsgespräch ihre Meinung ändern.
Das Beispiel der Geschwister Oshakuade in Tirol zeigt für Migrationsforscherin Judith Kohlenberger, dass sich der Debattenraum im Migrationsbereich verengt und gar nicht mehr nach sinnvollen Bleibealternativen gesucht wird.
Alternative Medien ziehen Menschen in ihren Bann. Wie holt man sie zurück? Und wie soll unabhängiger (Qualitäts-)Journalismus künftig gefördert werden? Ein Fokus zum Tag der Pressefreiheit am 3. Mai.
Bei seinem Besuch in Washington hielt König Charles III. eine Rede vor dem US-Kongress – und übte subtil Kritik an der Politik von US-Präsident Donald Trump.
Bereits vor drei Monaten präsentierte die Wehrdienstkommission ihre Reformpläne. Doch die Ankündigung einer Volksbefragung durch Kanzler Stocker stoppte die Dynamik. Nun, in Zeiten leerer Kassen, fordert die Kommission selbst ein Plebiszit. Die FPÖ könnte jubeln.
Nimmt Papst Leo XIV. mit seinem Sager in Richtung gleichgeschlechtlich liebender Menschen ein zentrales Anliegen seines Vorgängers zurück? Nein. Die Sache ist trotzdem ganz schön kompliziert.
Vor über 60 Jahren erfand Technikpionier Doug Engelbart die Computer-Maus. Doch in Zeiten von Künstlicher Intelligenz (KI) braucht man das Gerät immer weniger. Ein Nachruf.
Was denken Lehrerinnen und Lehrer über Bildungsminister Christoph Wiederkehrs „Plan Zukunft“? Wo sehen sie Baustellen im Schulsystem, und was funktioniert gut?
In einem Essay widmet sich der „Zeit“-Feuilletonredakteur Peter Neumann den „Klimazonen der Gesellschaft“. Ein Gespräch über historisches Gepäck, Prägungen im Osten Deutschlands und die aktuellen Lehren aus den Umwälzungen in Ungarn.
Das kommende Doppelbudget der Regierung ist der beste Anlass, um endlich die Energiewende zu schaffen. Zwei junge Stimmen mit einem dringlichen Appell – und etlichen Reformideen.
Medienpolitik war in Österreich ein lang vermiedenes Thema. Nun haben sowohl Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ) als auch die ÖVP Konzepte für eine neue Medienförderung präsentiert. Worum geht es da? Und wie sehen die Modelle im Detail aus?
Lange rangierte der US-Bundesstaat Mississippi auf den hintersten Plätzen in amerikaweiten Bildungsrankings. Doch mittlerweile lesen und rechnen die dortigen Schüler exzellent. Was kann sich Bildungsminister Christoph Wiederkehr (Neos) davon für seinen „Plan Z“ abschauen?
Die Familienministerin streicht der Beratungsstelle ZARA gegen digitale Gewalt und Rassismus die Mittel – und überrascht damit auch die eigenen SPÖ-Regierungskollegen.
Nach Ungarn erlebt nun Bulgarien einen politischen Umbruch. Befeuert ist dieser von der Wut auf die korrupten Eliten und der Hoffnung auf einen starken Mann.
Pripjat war eine moderne Stadt, bis in der Nacht auf den 26. April 1986 der Reaktorblock 4 im AKW Tschernobyl explodierte. Die damalige Leiterin des dortigen Kulturzentrums erinnert sich an das offizielle Schweigen, die Evakuierung und ihr Leben mit den Folgen der Strahlenkrankheit bis heute.
Die Reaktorkatastrophe in Tschernobyl formte das Zwentendorf-Nein zum politischen Selbstverständnis des Landes. Ein Anti-Atomkraft-Aktivist erinnert sich und warnt vor aktueller Risikovergessenheit.
Mini-AKWs gelten vielen als Hoffnungsträger für Klima, Industrie und Versorgungssicherheit. Doch während Europas Atomfreunde vom großen Comeback träumen, bleibt Österreich in der EU bei seinem kategorischen Nein. Kann und soll es sich damit auf Dauer durchsetzen?
Aktuelle Krisen sowie extremes Leistungsdenken belasten auch die Sexualität. Wie man sich in der Fülle der oft oberflächlichen Beratungs- und Therapieangebote orientieren kann.
Die Irin Jackie Fox verlor ihre Tochter nach jahrelangem Cybermobbing – ihre daraufhin gestartete Gesetzeskampagne führte in Irland zu „Coco’s Law“. Heute kämpft Fox dafür, dass Online-Gewalt in der ganzen EU als Straftat geahndet wird.
Der amerikanische Vizepräsident J. D. Vance hat Papst Leo aufgefordert, sich um Moralfragen zu kümmern – und die Politik Donald Trump zu überlassen. Doch diese Unterscheidung zwischen Politik und Moral ist selbst Teil eines politischen Projekts. Eine Einordnung.