Reza - © Foto: Getty Images / /Corbis / Stephane Cardinale
Literatur

„Serge“: Was von der Erinnerung zu erwarten ist

1945 1960 1980 2000 2020

Yasmina Rezas neuer Roman „Serge“ handelt von einer Familie auf der Suche nach sich selbst – eine feinsinnige Mischung aus Melancholie und Komik, die Absurditäten des Alltags offenlegt.

Literatur

SAID: „angst und worte“

SAID - © Foto: Friedrich, Brigitte / SZ-Photo / picturedesk.com

Vor einem Jahr ist der Lyriker SAID überraschend gestorben. Nun sind seine Erinnerungen an die Kindheit erschienen, kurze Prosastücke, die auch iranische Geschichte erzählen.

Brigitte Schwens-Harrant

18. Mai 2022

Literatur

Andrea Roedig: "Man kann Müttern nicht trauen"

Andrea Roedig - © Foto: Markus Rössle

„Man kann Müttern nicht trauen“: Andrea Roedig hat ein wichtiges Buch geschrieben: über die eigene Mutter, über eine Generation von Frauen und gegen so manchen Familienmythos.

Brigitte Schwens-Harrant

27. April 2022

Religion

Engelmeiers Übungen

Trost - © iStock / Liusia Voloshka (Bildbearbeitung: Rainer Messerklinger)

Hanna Engelmeier nähert sich in einem Essayband dem „Trost“. 2022 erhielt sie dafür den Clemens-Brentano-Preis der Stadt Heidelberg. Eine theologische Rezension.

Tobias Mayer

20. April 2022

booklet

Traum, Trauma und Diktatur: Wer erzählt die Seelenlandschaft?

Illustration Booklet - © Rainer Messerklinger

Hinausgelesen: Ursula Krechels Essay „Die Öffnung einer Grube: vom Träumen in Diktaturen“, der nun auch in ihrem Sammelband „Gehen. Träumen. Sehen. Unter Bäumen.“ im Verlag Jung und Jung erschienen ist.

Brigitte Schwens-Harrant

20. April 2022

Literatur

Reinhard Kaiser-Mühlecker: „Wilderer“

Reinhard Kaiser-Mühlecker - © Foto: APA / dpa / Arne Dedert

Reinhard Kaiser-Mühleckers neuer Roman „Wilderer“ ist erneut im oft archaisch anmutenden Milieu der österreichischen Provinz angesiedelt. Er bietet ein Wiedersehen mit Jakob Fischer, dem (Anti-)Helden aus „Fremde Seele, dunkler Wald“.

Ingeborg Waldinger

14. April 2022

Literatur

„Tal der Herrlichkeiten“: Anne Webers neuer Roman

Weber - © Foto: Imago / Agencia EFE

Für ihre Übersetzung von Cécile Wajsbrots Roman „Nevermore“ wurde Anne Weber mit dem Leipziger Buchpreis ausgezeichnet. „Tal der Herrlichkeiten“ zeigt sie als großartige Schriftstellerin.

Maria Renhardt

30. März 2022
booklet_cover - © Foto: Wolfgang Schwens

Porträtiert

Bora Ćosić: Ein wildes Kind Europas wird 90

Bora Ćosić - © Foto: Imago/gezett

"Dass jedes Volk, und sei es das größte und gescheiteste, in sehr traurige Verhältnisse geraten kann, wenn seine Umsicht und Aufmerksamkeit nur einen Augenblick nachlässt“, weiß Bora Ćosić. Mehr als 30 Romane, Erzähl- und Essaybände hat er verfasst. Am 5. April feiert er seinen 90. Geburtstag.

Brigitte Schwens-Harrant

30. März 2022

Literatur

Vladimir Sorokin: Neues vom Meister der Gewaltgroteske

Vladimir Sorokin - © Foto: picturedesk.com / Tass / Geodakyan Artyom

„Die rote Pyramide“ versammelt neun Erzählungen des regimekritischen russischen Schriftstellers Vladimir Sorokin. Er findet starke, neue und mitunter verstörende Bilder für seine Dystopien.

Georg Dox

23. März 2022

Religion

Navid Kermani fragt nach Gott: Barmherzig. Und eine Schönheit

Kermani - © APA / Herbert Neubauer

„Jeder soll von da, wo er ist, einen Schritt näher kommen“: Navid Kermanis neues Buch stellt sich den „Fragen nach Gott“ – aufbereitet für eine Zwölfjährige, lesenswert nicht nur für ein religiös unmusikalisches Publikum.

Otto Friedrich

23. März 2022

Literatur

Karl-Markus Gauß: (Selbst-)Erkenntnis durch Schreiben

Karl-Markus Gauß - © Foto: Imago / Skata

Am 16. März erhält Karl-Markus Gauß den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung. Auch sein neues „Journal“ bietet eine umfassende Kulturkritik an Österreich und der Welt.

Walter Grünzweig

09. März 2022

Literatur

„Welten auseinander“: „Die Wildnis einer Herkunft“

Franck - © Foto: Imago / Hartenfelser

Ein Leben, das ungeheuerlicher nicht erfunden hätte werden können. Die deutsche Autorin Julia Franck wählt für ihre neue Publikation „Welten auseinander“ einen autofiktionalen Zugang, um die Kindheit einer jungen Frau bis zu ihrem Erwachsenwerden zu beschreiben.

Maria Renhardt

02. März 2022

Literatur

Clemens J. Setz: Von Grillparzer bis Hexenwaage

Setz - © Foto: picturedesk.com / dpa / Helmut Fricke

Gedankenspiele: Clemens J. Setz’ kurzer Essay interessiert sich nicht für Wahrheit als Kampfbegriff, sondern für unerwartete und überraschende Formen dessen, wie sie sich vielleicht auch zeigen kann.

Brigitte Schwens-Harrant

16. Februar 2022
TddL2022_Heaader - © Illustration: Rainer Messerklinger

Literatur

Paul Nizon: Mörderische Leere

Paul Nizon - © Foto: IMAGO / Future Image

Seit den 1960er Jahren führt Paul Nizon bereits Tagebuch. Nun liegt der sechste Band seiner Journale vor, der die Jahre 2011–2020 umspannt.

Rainer Moritz

04. Jänner 2022

Literatur

Maria Lazar: „An meinen unbekannten Leser“

Lazar - © Foto: Getty Images / Ullstein Bild / Trude Fleischmann

Die längst fällige Wiederentdeckung einer großartigen Autorin und erstaunlichen Persönlichkeit: Maria Lazars Werk wird seit einigen Jahren vom Verlag DVB, „Das vergessene Buch“, neu aufgelegt, zuletzt der Roman „Leben verboten!“.

Angela Huemer

15. Dezember 2021

Literatur

Thomas Arzt: Wer sich querstellt, wird bestraft

Thomas Arzt - © Foto: Joseph Krpelan

Ein Roman über die nationalsozialistische ­Machtübernahme in Österreich und zugleich eine zeitlose Parabel: Thomas Arzt ist mit „Die Gegenstimme“ ein besonderes Debüt gelungen.

Anton Thuswaldner

07. Dezember 2021

Literatur

Gustave Flaubert: Meister der Entzauberung

Flaubert  - © Foto: Getty Images / Universal Images Group / Universal History Archive

Makellos sollte seine Prosa sein: Vor 200 Jahren, am 12. Dezember 1821, wurde Gustave Flaubert geboren. Mit seiner realistischen Erzählkunst prägte er maßgeblich die Entwicklung des europäischen Romans.

Oliver vom Hove

07. Dezember 2021

Feuilleton

Umberto Eco: Muster von Verschwörungsmythen

Umberto Eco - © Foto: Getty Images  / Leonardo Cendamo

Wie Verschwörungsmythen gebaut sind und wie sie funktionieren: Erstaunlich bekannte und erschreckend gefährliche Muster entlarvte der Semiotiker und Schriftsteller Umberto Eco in jahrzehntelanger Forschungsarbeit und zahlreichen Publikationen.

Brigitte Schwens-Harrant

24. November 2021
Booklet Cover - © Foto: iStock/BlackJack3D (Bildbearbeitung: Rainer Messerklinger)

06. November 2020

Literatur

Grazia Deledda: Disteln aus Sardinien

Grazia Deledda  - © Foto: Getty Images / Mondadori

Vor 150 Jahren geboren, vor 85 Jahren gestorben: Die italienische Erzählerin und Nobelpreisträgerin Grazia Deledda setzte ihrer archaisch geprägten Heimat Sardinien ein literarisches Denkmal.

Oliver vom Hove

22. September 2021

Literatur

„Monschau“: Es siegt der Wille zur Harmonie

Monschau Bild - © Foto: Imago / Zuma/Keystone

Steffen Kopetzky verarbeitet in seinem neuen Roman ein wenig bekanntes Kapitel deutscher Zeitgeschichte zu einer Studie menschlichen Fehlverhaltens.

Anton Thuswaldner

01. September 2021

Literatur

Peter Henisch: Ein Jahrhundert aus Literatur

Peter Henisch - © Foto: APA / Robert Jaeger

Peter Henisch hat einen „Jahrhundertroman“ geschrieben: einen vielschichtigen Text über Literatur, die Unruhe erzeugt, damit man sich nicht mit dem Bestehenden zufriedengibt.

Walter Grünzweig

01. September 2021

Literatur

„Daheim“: Der schwere Duft der Oklahomarosen

Landschaft - © Foto: iStock / callum redgrave-close

Der neue Roman der Berliner Schriftstellerin Judith Hermann erzählt von Entwurzelung und der Sehnsucht nach Zugehörigkeit. Die melancholische Landschaft des Wattenmeeres bildet dafür den idealen Hintergrund.

Ingeborg Waldinger

05. August 2021

Literatur

Sepp Mall: „Sich bücken nach Licht“

Mall - © Foto: Claudia Pircher

Natur als Projektionsfläche für Menschliches in Sepp Malls Lyrikband „Holz und Haut“. Neben ­Märchenmotiven und metaphorischem Wortmaterial klingt in seinen Versen auch Düsteres an.

Maria Renhardt

24. Juni 2021

Literatur

„Der Abstinent“: Im Schatten der Gewalt

Manchester - © Foto: Getty Images / Universal Images Group / Universal History Archive

Ian McGuires neuer Roman „Der Abstinent“, angesiedelt im Manchester des Jahres 1867, stellt die Frage, ob der Einzelne aus einer Spirale der Vergeltung ausbrechen kann.

Rainer Moritz

16. Juni 2021