Film "Die reichste Frau der Welt" - Eine Frau mit schwarzem Blazer und schwarzer Sonnenbrille sitzt in einem modernen Raum. - © Filmladen
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„Die reichste Frau der Welt“: Madame und ihr Fotograf

Isabelle Huppert brilliert in „Die reichste Frau der Welt“ als beeinflussbare Matriarchin eines Kosmetik-Konzerns. Die Satire hätte mehr beißende Gesellschaftskritik vertragen.

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Blättert man die Filmgeschichte 20 Jahre zurück, kommt Isabelle Hupperts Darstellung der Madame Charmant-Killman (Nomen est omen!) in Claude Chabrols bitterböser Satire „Geheime Staatsaffären“ (2006) in den Blick. Die Ikone der Nouvelle Vague hatte in einem seiner letzten Filme den Skandal um den Ölkonzern Elf Aquitaine fiktionalisiert und als schwarze Parodie auf reale Herrschaftsverhältnisse und eine willfährige Justiz angelegt, wo auch die von der Huppert gespielte Richterin nicht gegen die Versuchungen der Macht gefeit ist.

Die Affäre Bettencourt/Banier

Zwei Jahrzehnte später versucht sich der weitaus weniger bekannte Filmemacher Thierry Klifa mit Isabelle Huppert im Schlepptau erneut an einer satirischen Fiktionalisierung eines Skandals aus der Sphäre der ganz Reichen: der Bettencourt-Affäre, in der der Fotograf François-Marie Banier der – dementen – Erbin des Kosmetik-Konzerns L’Oréal, Lilian Bettencourt, mehr als eine Milliarde Euro aus der Tasche zog.

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