Isabelle Huppert brilliert in „Die reichste Frau der Welt“ als beeinflussbare Matriarchin eines Kosmetik-Konzerns. Die Satire hätte mehr beißende Gesellschaftskritik vertragen.
Der 70. Eurovision Song Contest wird vom Streit um die Teilnahme Israels und dem Boykott von gleich fünf Ländern überschattet. Unpolitisch war der Wettbewerb aber nie. Ein Rückblick.
Anlässlich des Irankriegs werden in den USA wieder Bedingungen debattiert, unter denen militärische Gewalt moralisch vertretbar sei. Doch Papst Leo scheut sich nicht, Flagge zu zeigen.
„Der Teufel trägt Prada 2“: Zwanzig Jahre später haben Meryl Streep, Anne Hathaway und ihre Mitspielenden auch am zweiten Teil des Kultfilms ihre helle Freude.
Die Regierung macht keine Anstalten, die Unabhängigkeit des ORF zu stärken. Die Diskussion existenzieller Fragen und eine medienpolitische Strategie wären überfällig.
In „Paris Murder Mystery“ spielt Jodie Foster die amerikanische Psychoanalytikerin Lillian Steiner, die in Paris eine große Nummer im Therapie-Business ist.
In „Rose“ erzählt Markus Schleinzer vom Versuch einer Frau, in der Männerwelt des 17. Jahrhunderts zu bestehen. Sandra Hüller begeistert in der Titelrolle, für ihre Darstellung erhielt sie bei der Berlinale den Silbernen Bären.
Über Jahrzehnte galt die Katholische Sozialakademie (ksoe) als wichtiger sozialpolitischer Impulsgeber. Ein neues Buch des Theologen Josef P. Mautner blickt auf die wechselvolle Geschichte einer Institution, die nach ihrer Restrukturierung 2021 viel an Schlagkraft eingebüßt hat.
Glen Powell spielt in John Patton Fords Krimikomödie den Underdogs, der sieben in der Erbfolge vor ihm Stehende beseitigen muss. Ein erfolgreiches Remake von „Adel verpflichtet“ mit dem Kolorit des 21. Jahrhunderts.
Seit dem Zweiten Vatikanum findet der interreligiöse Dialog auch in der katholischen Kirche statt. Mit Leonard Swidler und Aloysius Pieris sind zwei seiner profiliertesten Vertreter dieser Tage verstorben.
In Kristoffer Borglis „Das Drama“ werden die Hochzeitsvorbereitungen eines Paares zu einem Psychothriller. Robert Pattinson gibt einmal mehr den verletzlichen Liebenden. Zendaya brilliert als Lektorin, die allzu offen zu einem einstigen dunklen Vorhaben steht.
In Richard Linklaters „Blue Moon“ brilliert Ethan Hawke in der Rolle des heruntergekommenen Songwriters Lorenz Hart. Einen Oscar hätte sich diese Darstellung wahrlich verdient.
Paolo Sorrentino hält in seinem neuen Film Tragik und Komik fesselnd und unnachahmlich in Balance. Toni Servillo gibt den Präsidenten Mariano De Santis, der vor dem Ende seiner Amtszeit steht. Anklänge an die Realität sind gewollt.
Nicht der Rücktritt des Generaldirektors Roland Weißmann markiert die Krise des ORF, sondern die Unwilligkeit der Parteien, sich aus den Gremien zurückzuziehen. Dabei geht es grundsätzlich um die Unabhängigkeit der Medien im Land.
Die diesjährigen Oscars waren ein Erfolg für Regisseur Paul Thomas Anderson, dessen Film „One Battle After Another“ insgesamt sechs Mal ausgezeichnet wurde. Dahinter reiht sich der Horror-Genremix „Blood & Sinners“ ein. Auch das europäische Kino zeigt sich mit „Sentimental Value“ stark. Ein Fazit.
Am 1. März 1966 wurde der „Holländische Katechismus“ veröffentlicht, der zu einer kirchlichen Zerreißprobe werden sollte. Auch 60 Jahre später bleibt sein Zugang zum Glauben relevant.
Adrian Goiginger verfilmt in „Vier minus drei“ das Schicksal der Barbara Pachl-Eberhart, die ihre Familie durch einen Unfall verlor. Eine einfühlsame wie grandiose Wiederauferstehung.
Josh Safdie lässt in „Marty Supreme“ seinen (Anti-)Helden dem Erfolg um fast jeden Preis nachjagen. Timothée Chalamet ist dabei an einem Höhepunkt seiner Kunst.