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„Rosebush Pruning“ von Karim Aïnouz ist ein Film, der sich mit kalkulierter Kälte in die Abgründe einer wohlhabenden Familie stürzt – und dabei ebenso fasziniert wie befremdet. Im Zentrum steht eine exzentrische Familie in einer luxuriösen Villa in Katalonien: ein blinder Patriarch, dessen erwachsene Kinder in einem bizarren Geflecht aus Abhängigkeit, Machtspielen und sexuellen Grenzüberschreitungen gefangen sind.
Als ein Außenstehender in dieses abgeschottete System gerät, beginnen die brüchigen Strukturen sichtbar zu werden und eskalieren zunehmend. Formal ist der Film beeindruckend: stilisierte Bilder, ein kontrollierter Rhythmus und ein Ensemble, das sich mit sichtbarer Hingabe in die Abgründigkeit seiner Figuren wirft.
