Er galt als „roter Pfarrer“ und wurde zum Kämpfer gegen den Nationalsozialismus: Karl Barths Gedanken zu Kirche und Politik bleiben aktuell. Zum 140. Geburtstag des evangelisch-reformierten Theologen am 10. Mai.
Simone de Beauvoir gilt bis heute als Ikone des Feminismus und Existenzialismus, doch in ihrem Denken steckt noch mehr. Ein Gespräch mit der Schweizer Philosophin Christine Abbt über Beauvoirs Leben, ihr Werk – und ihre blinden Flecken.
Überall ist seit Jahren von der „Polarisierung“ der Bevölkerung und der Politik die Rede. Angeblich kann sich niemand in diesem Land ausstehen, und es droht daran zugrundezugehen. Aber stimmt das überhaupt? Warum das „Spaltungs“-Gerede niemandem hilft. Eine Sprachkritik.
Zum zweiten Todestag von Alexej Nawalny wurde bekannt, dass er höchstwahrscheinlich vergiftet wurde. In vielen Ländern fanden Gedenkveranstaltungen statt.
Bad Bunnys Halbzeitshow beim Super Bowl der NFL war politisch, ohne ICE oder Trump explizit zu erwänen. Vor allem war sie ein Fest der lateinamerikanischen Kultur.
Olympia-Neugründer Pierre de Coubertin fürchtete die Kommerzialisierung. Politisch waren die Spiele immer, erklärt der Sportwissenschafter Michael Krüger.
Demokratie und Kapitalismus sind nicht kompatibel, meint die albanische Philosophin Lea Ypi. Und: Warum sie Migration nicht für die Quelle von Problemen hält, sondern für das Symptom weltweiter Ungerechtigkeit.
Die Themen, über die Hannah Arendt nachdachte, sind heute noch aktuell: Nahostkonflikt, Flüchtlinge, die amerikanische Demokratie. Sie starb vor 50 Jahren, am 4. Dezember 1975.
„Keine Toleranz den Intoleranten!“ Das forderte Karl Popper vor 80 Jahren. Die Philosophin Marie-Luisa Frick spricht darüber, was der Satz heute für die Demokratie bedeutet und wo die Grenzen der Freiheit liegen.
Søren Kierkegaard (1813–1855) gilt als Vater des Existenzialismus, Prophet und Kirchenstürmer. Über sein Leben, Denken und Glauben erzählt der Kierkegaard-Forscher Heiko Schulz.
Am 4. November wählt New York City einen neuen Bürgermeister. Der demokratische Kandidat Zohran Mamdani verspricht allerlei Gratisangebote – und widerspricht damit der Identität der Stadt. Ein Essay.
Die Ökonomen Joel Mokyr, Philippe Aghion und Peter W. Howitt erhalten den Wirtschaftsnobelpreis 2025. Ihre Arbeiten bauen auf dem Erbe eines Österreichers auf: Joseph Schumpeter.
Der Historiker Richard Cockett beschreibt Wien um 1900 als „Stadt der Ideen“, zeigt ihre Rolle in der sexuellen Revolution und richtet die Scheinwerfer auf zu wenig gefeierte Frauen.
Die Philosophin Eva Weber-Guskar hat für ihr Buch „Gefühle der Zukunft. Wie wir mit emotionaler KI unser Leben verändern“ den Tractatus-Essaypreis des Philosophicum Lech erhalten.
Der Altphilologe Jonas Grethlein kontert toxische Männlichkeit mit antiken Abenteurern: Nicht Selbstüberschätzung sei mutig, sondern die eigenen Grenzen zu kennen.
Was kann der Mensch in seinem Leben wirklich bestimmen? Was soll er bestimmen können? Und haben wir heute zu viel Angst vor Risiken? Darüber spricht die Philosophin Barbara Bleisch im Interview.
Kann ein Computer ein Bewusstsein entwickeln? Kann er etwas wissen? Diese Fragen stellt sich der britische Philosoph Tim Crane. Mit der FURCHE sprach er darüber – und über Religion und den Sinn des Lebens aus atheistischer Sicht.
Der inhaltliche Koordinator der Weltsynode, Kardinal Jean-Claude Hollerich aus Luxemburg, spricht über die Erfahrungen im Konklave, Papst Leo XIV. und die Zukunft der Kirche in Europa. Und: Wie es mit der Synode jetzt weitergeht.