12 Milliarden für das neue EU-Navi

Das Projekt hat bisher 12 Milliarden Euro verschlungen und stammt aus einer Zeit, in der die EU noch die USA als Wirtschaftsmacht Nummer eins auf dem Globus verdrängen wollte. Deshalb auch das Konkurrenzunternehmen zum US-Satelliten-Navigationssystem GPS, Galileo. Da beide Kontrahenten derzeit andere Sorgen plagen, nämlich wie man den eigenen Schopf aus der nächsten Krisenwelle zieht, geht der Start der Galileo-Mission etwas unter. Im Bild die Vorbereitungen eines Satelliten-Starts in Französisch-Guyana, der am Donnerstag erfolgen sollte. Insgesamt wollen die Europäer 30 Satelliten in ca. 23.000 Kilometer Höhe um die Erde kreisen lassen. Bis zum Start der ersten Galileo-Dienste 2014 sollen nach und nach 18 Satelliten ins All geschossen werden. Die EU-Kommission spricht von einem Milliardennutzen des neuen Systems für europäische Unternehmen. Diese bei Entwicklungskosten zu beteiligen, schlug allerdings fehl. (tan)

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