
„Wie lange will ich auf den richtigen Mann warten?“ Das fragte sich Hanna Schiller, als sie Mitte 30 war. Kurz zuvor hatte ihre fünfjährige Beziehung geendet. Der Hauptgrund: ihr Kinderwunsch. Mit dieser Erfahrung ist Schiller nicht allein. Denn das Kinderbekommen ist in den meisten Fällen nicht nur eine Frage des Wollens und des Könnens, sondern des Wollens und Könnens mal zwei. Zwar vergrößern Fortpflanzungsmedizin und gesetzliche Liberalisierungen den biologischen Handlungsspielraum, dafür gibt es bei der Partnersuche und in Beziehungen neue Hürden.
„Ob sie heiraten oder eine Familie gründen möchten, wissen viele gar nicht. Es ist anders als bei unseren Großeltern, als Kinderkriegen die Regel war“, sagt Schiller. Ihre damalige Beziehung war eine große Liebe, erzählt sie. In ihrem Ex habe sie den zukünftigen Vater ihrer Kinder gesehen. Doch leider, das erkennt sie in der Rückschau, war die Kommunikation zwischen ihnen beim Thema Kinder zu zögerlich. „Es ist der Klassiker: Wann ist der richtige Zeitpunkt, um es anzusprechen?“

