7019966-1988_41_03.jpg
Digital In Arbeit

Expo der Knausrigkeit

Werbung
Werbung
Werbung

Wenn die von Budapest und Wien 1995 geplante gemeinsame Weltfachausstellung Signal für ein Ende der' Aufteilung Europas in Blök-ke sein soll — so der Generalsekretär-Stellvertreter des Vereins Weltfachausstellung, Gerhard Feltl, am vergangenen Wochenende bei einem Seminar „Weltausstellung aktuell“ in Wien —, dann dürfen die Planungen für dieses europäische Großereignis in Wien und Budapest an Großzügigkeit nichts zu wünschen übrig lassen.

Momentan läßt aber die Kleinkariertheit der Wiener SP- und VP-Politiker nichts zu wünschen übrig. Kein guter Eindruck, den die Diskussion um die Standortfrage in Wien bei der Pariser Ausstellungsbehörde erweckt!

Die Vision von einem neuen Urbanen Selbstbewußtsein Wiens, von der Herausbildung eines neuen Selbstwertgefühls durch Übernahme großer Herausforderungen, vom Zusammenrücken

Österreichs durch das gemeinsam getragene Großprojekt Weltausstellung wird konterkariert durch den engen Horizont zaudernder Lokalpolitiker.

Von der geforderten Großzügigkeit und Weiterentwicklung der Stadt—Kriterien der Weltausstellungsbehörde in Paris für den Zuschlag — ist der Wiener Vor-i schlag einer Expo rund um UNO-City und Konferenz-Zentrum, auf engstem Raum, weit entfernt.

Daß der Donaupark als Standort keine gute Idee war, dämmert inzwischen allen Politikern. Daß sich mit der jetzt ausgehandelten Plazierung der Expo *95, die am 17. Oktober vom Wiener Gemeinderat abgesegnet werden soll, nur der Ruf Wiens als knausriger und daher nicht geeigneter Expo-Anwärter verfestigt — und sich damit die Zuschlagschancen mindern —, muß befürchtet werden.

Ein Thema. Viele Standpunkte. Im FURCHE-Navigator weiterlesen.

FURCHE-Navigator Vorschau
Werbung
Werbung
Werbung