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Mackie Marcos am Werk?

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Der philippinische Oppositionspolitiker Benigna Aquino hat die Rückkehr in seine Heimat nicht überlebt. Der Mann, der als gefährlichster Konkurrent von Diktator Marcos gilt und auf gewaltlose Methoden setzte, wurde unmittelbar nach dem Verlassen des Flugzeuges erschossen. Der Mörder kann seine Auftraggeber nicht mehr verraten. Sekunden später wurde er, Augenzeugenberichten zufolge von Soldaten, selbst erschossen.

Damit scheint ausgeschlossen, dem Diktator Marcos und seinen Helfern den Mdrd an dem Politiker, dessen Heimkehr vom Regime zugegebenermaßen nicht gewünscht wurde, nachzuweisen.

Viele Indizien weisen zum Präsidentenpalast — von der Interessenlage bis hin zur kalten Perfektion, mit der das ausführende Organ seinerseits sofort beseitigt wurde. Damit sind die Philippinen um einen Mann, der dem Land eine demokratische Zukunft hätte ermöglichen können, ärmer.

Präsident Reagan hingegen kann seinen Staatsbesuch beim philippinischen Mackie Messer, dem man nichts beweisen kann, ungestört absolvieren. Die Philippinen unter Marcos gelten als sicherer Verbündeter — ein weiterer Dampfkessel, dessen Sicherheit der auf dem Sicherheitsventil sitzende Diktator „verbürgt".

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