Seit dem Zweiten Vatikanum findet der interreligiöse Dialog auch in der katholischen Kirche statt. Mit Leonard Swidler und Aloysius Pieris sind zwei seiner profiliertesten Vertreter dieser Tage verstorben.
Nicht der Rücktritt des Generaldirektors Roland Weißmann markiert die Krise des ORF, sondern die Unwilligkeit der Parteien, sich aus den Gremien zurückzuziehen. Dabei geht es grundsätzlich um die Unabhängigkeit der Medien im Land.
Am 1. März 1966 wurde der „Holländische Katechismus“ veröffentlicht, der zu einer kirchlichen Zerreißprobe werden sollte. Auch 60 Jahre später bleibt sein Zugang zum Glauben relevant.
Die First Lady der USA, Melania Trump, will das Kinopublikum mit einem „Dokumentarfilm“ behelligen. Mit Mitteln der Filmkritik kann man dem nicht beikommen. Man muss dennoch dagegenhalten.
Es gäbe wahrlich Grund, für Demokratie, Menschenrechte, Rechtsstaat und Freiheit zu kämpfen. Aber wenn es auch flotte Sager tun? Anmerkungen zu einem Kommentar Michael Fleischhackers.
Die Konzilsgeneration, die ihr Katholisch-Sein an den Leitlinien des II. Vatikanums ausgerichtet hatte, wurde in den letzten 60 Jahren mehr als einmal enttäuscht. Eine persönliche Einschätzung.
In seinem neuen Buch „Angststillstand“ argumentiert Deutschlands Philosophie-Übersetzer Richard David Precht nicht nur gegen die Linken. Trotz Verschleierung entkommt er der Blauäugigkeit aber nicht.
Am Wochenende ist der langjährige FURCHE-Herausgeber Heinz Nußbaumer verstorben. Persönliche Erinnerungen an den journalistischen und religiösen Tausendsassa.
Die Säkularisierung ist allerorten zu greifen. Dass hierzulande aber nun weniger als 50 Prozent Katholiken leben, stellt dennoch eine Zäsur dar. Man sollte sich Sorgen machen.
Dass Peter Thiel mit den Theorien René Girards hausieren geht, um seine Weltherrschaftsfantasien zu verbreiten, ist bekannt. Man sollte sich damit aber nicht nur im Geheimen auseinandersetzen.
Mit dem Rücktritt von Kardinal Hans Hermann Groër vor 30 Jahren hoffte Rom, einen Schlussstrich unter eine Affäre zu ziehen, die Österreichs Kirche erschüttert hatte wie kaum etwas zuvor.
Kaliforniens demokratischer Gouverneur, Gavin Newsom, bekämpft Donald Trump mit dessen eigenen Mitteln. Eine alternative Politik ist das aber noch lange nicht.
In den USA soll öffentliches Geld keine „linken Medien“ mehr fördern. Europas Populisten wünschen sich Nämliches. Und hierzulande versucht Richard Schmitt, „der Wahrheit auf den Grund“ zu gehen.
Trotz der alltäglichen Wahnsinnigkeiten, die Donald Trump und seine Politik widerspiegeln, sieht das recht(skatholisch)e Milieu im US-Präsidenten eine Heilsgestalt. Kein Witz!
Er gehörte über Jahrzehnte hinweg zu den wesentlichen theologischen Autoren der FURCHE. Und scheute keine Auseinandersetzung. Erinnerungen an Paul Weß (1936–2025).
Am 7. September wird nun der „Cyberapostel“ Carlo Acutis heiliggesprochen. Die Problematik seiner „Liste der Eucharistischen Wunder“ bleibt weiter unaufgearbeitet.
Auch wenn heuer mehr Männer zu Priestern geweiht werden als in früheren Jahren: Die katholische Kirche müsste das Priesteramt völlig neu aufstellen. Sie tut es aber nicht.
Der Verfassungsgerichtshof verlangte eine Gremienreform des ORF, die Regierung brachte im Schnellverfahren ein Minireformerl durchs Parlament. Eine Chuzpe, wie schon die erste Bestellung zeigte.
Nicht nur der Mann im Weißen Haus schert sich weder um Demokratie noch um den Rechtsstaat. Man muss auch seine Handlanger im Auge behalten. US-Staatsanwalt Ed Martin ist einer davon.
Der innerkirchliche wie globale Jubel über die Wahl Leos XIV. ist groß. Dabei geht bei der Zukunft der Kirche ans Eingemachte. Der neue Papst fiel bislang diesbezüglich nicht als Vorwärtsstürmer auf.
Der deutsche Autor und Podcaster Ole Nymoen will lieber in Unfreiheit leben, als für die Freiheit zu sterben. Wladimir Putin kann sich ob solcher, vielbeklatschter Lebens-„Philosophie“ die Hände reiben.
Rechte Christen missbrauchen in den USA das Denken Dietrich Bonhoeffers, der kurz vor Kriegsende von den Nazis ermordet wurde. Ein neuer Film über ihn macht es aber nicht besser.
Donald Trump hievt gerade Katholikinnen und Katholiken in Spitzenpositionen seiner Administration. Die sind ebenso rechts wie er. Man findet sie aber auch diesseits des Atlantiks.
Vor 60 Jahren war das Rundfunkvolksbegehren eine landesweite Anstrengung, den ORF dem Parteieneinfluss zu entziehen. Das ist nur zum Teil gelungen. Nun aber droht noch Schlimmeres.
Auch wenn Papst Franziskus geistig rüstig ist: Nachfolgespekulationen sind längst im Gange. Die Website „The College of Cardinals Report“ mit klar konservativer Agenda tut sich besonders hervor.
Der verstorbene Weihbischof Andreas Laun war die letzte „ultrakonservative“ Bischofskür nach der Ära von Kardinal König. Das Thema Bischofsernennungen ist aber noch immer unbefriedigend gelöst.
Die zu Ende gegangene Weltsynode wird nur dann ein Erfolg, wenn sich die Ortsbischöfe zu Vorreitern der Dezentralisierung aufschwingen. Der gelernte österreichische Katholik bleibt diesbezüglich skeptisch.
In der Liste der „Eucharistischen Wunder in der Welt“, die der künftige Heilige Carlo Acutis (1991 – 2006) zusammengestellt hat, feiert der Antijudaismus fröhliche Urständ. Eine Empörung.
Vor 90 Jahren besiegelte die „Maiverfassung“ die Verquickung des Ständestaats mit der katholischen Kirche. Heute distanziert sich Letztere von dieser unseligen Allianz. Und das ist gut so.