Søren Kierkegaard (1813–1855) gilt als Vater des Existenzialismus, Prophet und Kirchenstürmer. Über sein Leben, Denken und Glauben erzählt der Kierkegaard-Forscher Heiko Schulz.
In einem Essay widmet sich der „Zeit“-Feuilletonredakteur Peter Neumann den „Klimazonen der Gesellschaft“. Ein Gespräch über historisches Gepäck, Prägungen im Osten Deutschlands und die aktuellen Lehren aus den Umwälzungen in Ungarn.
Er schuf ein verdichtetes und lustvoll ausschweifendes Werk zu Fragen der Selbsterkenntnis – indem er über Paranoia, Psychosen oder Perversion räsonierte. Zum 125. Geburtstag des französischen Psychoanalytikers Jacques Lacan.
Überall ist seit Jahren von der „Polarisierung“ der Bevölkerung und der Politik die Rede. Angeblich kann sich niemand in diesem Land ausstehen, und es droht daran zugrundezugehen. Aber stimmt das überhaupt? Warum das „Spaltungs“-Gerede niemandem hilft. Eine Sprachkritik.
Jürgen Habermas wollte die ideale Richtung andeuten, in die sich eine dauerhaft friedliche Weltgesellschaft entwickeln sollte. Über seine Autorität – und ihren Verlust. Ein persönlicher Nachruf.
Oliver Rathkolbs „Ökonomie der Angst“ wurde zum Wissenschaftsbuch des Jahres in der Kategorie Geisteswissenschaft gewählt. In seinem Essay nennt er Quellen und Rezepte gegen die Zukunftsangst.
Olympia-Neugründer Pierre de Coubertin fürchtete die Kommerzialisierung. Politisch waren die Spiele immer, erklärt der Sportwissenschafter Michael Krüger.
Carl Schmitt (1888–1985) gilt als einer der umstrittensten und zugleich einflussreichsten politischen Köpfe des 20. Jahrhunderts. Warum hat er heute weltweit Konjunktur?
Am 15. September ist der internationale Tag der Demokratie. Er erinnert daran, dass Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und Beteiligung keine Selbstverständlichkeiten sind. Demokratien sind weltweit unter Druck. Wie können sie geschützt werden? Und wie kann man sie verbessern? DIE FURCHE geht diesen Fragen schon lange nach. Eine Auswahl an Texten über die beste und aufwendigste aller Staatsformen.
Zeitarmut ist verbreitet – das Gefühl, zu viele Aufgaben und zu wenig Zeit dafür zu haben. Eine Lösung für das Problem gibt Philosophin Katharina Lacina in ihrer Kolumne.
Vor 135 Jahren, am 22. Jänner 1891, wurde der kommunistische Philosoph und Politiker Antonio Gramsci geboren. Sein Werk schuf er im Gefängnis auf Schulheften. Heute studiert die Neue Rechte seine Hegemoniestrategien.
Postmoderne, Postkolonialismus, Postliberalismus: In letzter Zeit haben linke und rechte Intellektuelle eines gemeinsam: Sie definieren ihr Denken als Abgrenzung von der Vergangenheit. Warum sie damit scheitern – und wie man die Rückwärtsgewandtheit überwindet. Ein Essay.
Heute kaum mehr gelesen, hat der Philosoph Jacques Maritain aus den Gräueln des Nazi-Terrors bis dato bedenkenswerte Lehren gezogen. Über einen christdemokratischen Vordenker.
Vor 180 Jahren, am 15. Oktober 1844, wurde Friedrich Nietzsche geboren. Ein Fokus auf den Mann, der den „Tod Gottes“ ausrief – und bis heute missverstanden wird.
Demokratie und Kapitalismus sind nicht kompatibel, meint die albanische Philosophin Lea Ypi. Und: Warum sie Migration nicht für die Quelle von Problemen hält, sondern für das Symptom weltweiter Ungerechtigkeit.
Die Themen, über die Hannah Arendt nachdachte, sind heute noch aktuell: Nahostkonflikt, Flüchtlinge, die amerikanische Demokratie. Sie starb vor 50 Jahren, am 4. Dezember 1975.
Hirnforschung und Psychologie haben längst bewiesen, dass der Mensch keinen freien Willen hat. Oder? Der Philosoph Geert Keil widerspricht und entlarvt Strohmann-Argumente.
„Keine Toleranz den Intoleranten!“ Das forderte Karl Popper vor 80 Jahren. Die Philosophin Marie-Luisa Frick spricht darüber, was der Satz heute für die Demokratie bedeutet und wo die Grenzen der Freiheit liegen.
Dankbarkeit ist mehr als ein höfliches „Danke“, sagt die Ethikerin Katharina Lacina. Sie kann soziale Bindungen stärken – unter bestimmten Voraussetzungen.
In seinem neuen Buch „Angststillstand“ argumentiert Deutschlands Philosophie-Übersetzer Richard David Precht nicht nur gegen die Linken. Trotz Verschleierung entkommt er der Blauäugigkeit aber nicht.
Alle leben viel zu angepasst an die Gesellschaft. Diese Diagnose stellte Søren Kierkegaard bereits vor 180 Jahren. Warum er Konformität für moralisch gefährlich hielt – und was er ihr entgegensetzte.