122 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht: Zum Weltflüchtlingstag am 20. Juni rückt ein Dossier die Schicksale hinter den Zahlen in den Fokus – und wirft einen Blick auf verschlossene Grenzen, politische Strategien und menschliche Tragödien.
Jährlich kommen tausende Menschen vom Norden Afrikas über das Mittelmeer nach Europa. Wie gefährlich die Wüstenetappe davor ist, etwa von Nigeria nach Niger durch die Sahara nach Algerien, wird häufig vergessen. Initiativen wie Alarme Phone Sahara setzen sich für Migranten und Flüchtende vor Ort ein.
Zwischen Migrationssteuerung, Asylpolitik und Menschenrechten. Die EU setzt zunehmend auf die Externalisierung ihrer Grenzen und schließt dabei Deals mit Drittstaaten wie Tunesien. Leonie Jantzer, Referentin für Flucht und Migration bei medico international, spricht im FURCHE-Interview von einer „Aushöhlung des Asylschutzes“.
Die politische Rhetorik zum Thema Migration ist stark polarisiert - erst Recht in Wahlkampfzeiten. Doch Österreich sei längst auf Migrantinnen und Migranten angewiesen, betont der Potsdamer Soziologe Roland Verwiebe im FURCHE-Interview.
Wer den jüngsten Erdrutschsieg der Rechtspopulisten in den Niederlanden verstehen will, sollte Ter Apel einen Besuch abstatten. Über einen Ort, der zum Symbol für eine eskalierende Asyldebatte geworden ist – und ein Sinnbild für den Umgang mit dem Thema in Europa darstellt.
Der Film „Green Border“, in denen brutale Pushbacks gezeigt werden, wurde in Polen eines der Wahlkampfthemen. Ein FURCHE-Interview mit der Regisseurin Agnieszka Holland.
Auf der Mittelmeerinsel zeigt sich einmal mehr, dass Europa mit seinem Konzept der Externalisierung migrationspolitischer Kontrollen und Restriktionen gescheitert ist. Ein Gastkommentar.
Während in Polen Millionen Schutzsuchende aus der Ukraine (noch) vorwiegend Unterstützung erfahren, sind dort Syrer, Afghanen oder Menschen aus Subsahara-Afrika Flüchtlinge zweiter Klasse, denen fundamentale Rechte verwehrt werden. Eindrücke vom Dreiländereck Belarus/Polen/Ukraine.
FURCHE-Redakteurin Manuela Tomic ist in den 1990er Jahren mit ihrer Familie vor dem Jugoslawienkrieg nach Österreich geflüchtet. Aber was folgt nach dem Schrecken?
Nach dem Migrationsgipfel in Luxemburg präsentierten die EU-Innenminister(innen) einen „historischen Durchbruch“. Doch wird diese Asylrechts-Reform halten, was sie verspricht? Ein Gastkommentar.
Im steirischen Kindberg lehnen sich Bewohner gegen ein geplantes Asylwerberzentrum auf. Die FPÖ nutzt die Lage für sich. Über einen Musterfall politischen Kommunikationsversagens.
Der Politologe Vedran Dzihic ist 1993 vor dem Jugoslawienkrieg geflüchtet. Er hatte sich mit „seinem Krieg“ versöhnt. Doch als die ersten Raketen über die Ukraine flogen, kam alles wieder zurück. Über das Gute in schrecklichen Zeiten.
Den Politologen Vedran Dzihic und FURCHE-Redakteurin Manuela Tomic verbindet dasselbe Ereignis: Beide sind in den frühen 90er-Jahren vor dem Jugoslawienkrieg geflohen. In diesem Podcast teilen sie ihre ganz persönlichen Erinnerungen.
Wie kommt man in einem fremden Land an? Und was kann eine Gesellschaft tun, damit sich Geflüchtete besser einfügen können? Und ist Integration nur eine Einbahnstraße?
Andreas Kosserts Band „Flucht – Eine Menschheitsgeschichte“ wurde von der deutschen Friedrich-Ebert-Stiftung als „Das politische Buch“ 2021 ausgezeichnet. Eine gelungene Collage über das Weggehen, ohne jemals anzukommen.
Um Fluchtbewegungen zu stoppen, müsste Europa grundlegende Werte über Bord werfen, meint der Migrationsexperte Gerald Knaus. Und man sei längst dabei, genau das zu tun.
Von Karl Breslauers Stummfilm „Die Stadt ohne Juden“ aus 1924 bis zu den aktuellen Flüchtlingskrisen: Wie Österreichs Film versucht, das Thema Flucht und Vertreibung begreifbar zu machen.
Identität ist nur ein Wort, das klingt. Für unsere Autorin, die in den 1990er Jahren mit ihrer Familie vor dem Jugoslawien-Krieg geflüchtet ist, wurde das Wort zu einem Spiel.
Lateinamerika wird von vielen Krisen gebeutelt. Dennoch erlassen Länder wie Mexiko, Costa Rica oder Ecuador Gesetze, um Migranten und Flüchtlinge zu schützen.
Nicht nur am Mittelmeer spielen sich Flüchtlingsdramen ab: Von Calais aus versuchen viele Flüchtlinge nach Großbritannien zu gelangen. Und am Sinai werden sie oft zu Opfern einer komplex organisierten Mafia.