So wirkungslos pontifikale Adressen politisch in der Regel bleiben – unter Leo hat sich etwas geändert. Jetzt stehen weitere pontifikale Richtungsentscheidungen an. Eine Analyse.
Georg Bätzing wird sich noch im Februar von der Spitze der Deutschen Bischofskonferenz zurückziehen. Der Limburger Bischof gilt als wichtigstes Gesicht des Synodalen Wegs, der Ende Jänner zu einer letzten Versammlung zusammenkommen wird. Eine Einordnung.
Bei einem Symposium sorgte zuerst ein Vortragender mit NS-Vergleichen für einen Eklat. Später soll ein Schweizergardist bei einer Audienz mit dem Papst sogar in Richtung einer jüdischen Delegation gespuckt haben. Ein Gastkommentar.
Große Hoffnungen auf echte Reformschritte haben nur die wenigsten nach der Wahl von Papst Leo XIV gehegt. Die entscheidende Frage lautet am Ende: Wie viel ortskirchliche Entscheidungskompetenz fordern die Bischöfe ein?
Das Zweite Vatikanische Konzils bleibt in seiner Bedeutung für den Weg der katholischen Kirche im 21. Jahrhundert unbestritten – mit all seinen Herausforderungen.
Der Versuch der CDU, mit der AfD eine verschärfte Asylpolitik durchzusetzen, stieß aufseiten der Kirchen auf Kritik. Die Distanz zwischen Union und den Bischöfen wächst aber bereits seit Jahren. Eine Analyse.
In seiner Autobiographie spart der Papst das heikle Thema Nahostkonflikt nicht aus. „Hoffe“ wird damit zum Lehrstück über die Fallstricke, die sich am pontifikalen Grenzverkehr von religiöser Autorität und politischer Verantwortung ergeben. Ein Gastkommentar.
Wenn die zweite Session der Weltbischofssynode endet, bleiben viele Fragen unbeantwortet. Doch der Druck auf Papst und Kurie, handfeste Reformen auf den Tisch zu legen, steigt. Das gilt insbesondere bei der Frauenweihe.
Eine Tagung des Weltverbands für jüdisch-christlichen Dialog in Salzburg beschäftigte sich Ende Juni mit dem Beitrag des Religionsdialogs bei der schwierigen Suche nach Frieden im Nahen Osten.
Nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel steht das jüdisch-katholische Gespräch vor neuen Herausforderungen. Dialogkonferenzen können eine klare Positionierung der Kirchenspitze nicht ersetzen. Klartext tut not.
Von den Verwerfungen des Krieges im Nahen Osten bis zum Abbruch der zivilisatorischen Prägekraft der Kirchen: Dieser Advent markiert eine apokalyptische Zeitenwende.
Vier Wochen lang waren in Rom knapp 400 (Nicht-)Bischöfe versammelt. Die erste Session der Weltsynode blieb Ouvertüre für einen durchgreifenden Umbau des maroden Kirchenschiffs.
Nach dem Terrorangriff auf Israel stellt sich die Frage, warum Papst Franziskus nicht unmissverständlich die Verantwortung der Hamas benennt. Zwischenruf eines Theologen, der auch Konsultor der Päpstlichen Kommission für die Beziehungen zum Judentum ist.
Am 4. Oktober beginnt in Rom die erste der beiden katholischen Synodalversammlungen zum Thema Synodalität. Erstmals sind auch Nichtbischöfe bei den weltkirchlichen Beratungen stimmberechtigt.
In Köln findet eine Razzia im erzbischöflichen Palais statt. Gleichzeitig wird bekannt, dass allein im Jahr 2022 mehr als eine halbe Million Menschen in Deutschland die katholische Kirche verlassen haben. Die Institution findet sich in Auflösung wieder. Ein Gastkommentar.
Während beim Synodalen Weg in Deutschland die kirchlichen Lager streiten, setzt der Papst auf Weltebene Forderungen nach nichtbischöflicher Teilhabe um. Das schafft neue Probleme.
Der Synodale Weg der katholischen Kirche in Deutschland ist auch mit seiner letzten Plenarversammlung nicht am Ende. Eine schüchterne Erfolgsbilanz nach den römischen Versuchen der letzten Wochen, das Projekt ins Leere laufen zu lassen.
Rom untersagt per Brief von drei Dikasterienleitern im Kardinalsrang die Einrichtung eines Synodalen Rats in Deutschland. Papst Franziskus legt in einem Interview nach: Der Synodale Weg in Deutschland sei „nur dem Namen nach ein synodaler Weg“.
Als Joseph Ratzinger/Benedikt XVI. am Silvestermorgen 2022 verstarb, gehörten weniger als die Hälfte der Deutschen einer Kirche an. Die Fliehkräfte der Säkularisierung hatte auch er nicht stoppen können.
Grenzerfahrungen beim Besuch der deutschen Bischöfe in Rom: Die Gesprächsbasis zwischen Rom und Deutschlands katholischer Kirche bleibt prekär. Ein Gastkommentar.