Refugee_lullabyPlakat.jpg - Hans Breuer ist Österreichs letzter Wanderhirte – und er singt seine Lieder auf Jiddisch. - © Polyfilm
Film

Der Wanderhirte und die Flüchtlinge

1945 1960 1980 2000 2020
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Hans Breuer ist der letzte Wanderhirte Österreichs. Und er singt als Sänger des Trios WanDeRer jiddische Lieder. Im Dokumentarfilm „Refugee Lullaby“ begleitet die israelische Filmemacherin Ronit Kertsner ihren Protagonisten im Herbst 2015, als Breuer sich bei der Hilfe für die über Ungarn und Slowenien nach Österreich strömenden Flüchtlinge engagiert. Einer arabischen Familie, die Breuer in einem Auto mitnimmt, singt er das jiddische Lied „Jam-dari-dari“ vor, und die Flüchtlinge stimmen mit ein. Diese gesungene Völkerverständigung verbreitete sich viral im Netz und war für Kertsner der Anlass, sich auf die (filmische) Suche nach dem Österreicher mit jüdischen Wurzeln zu machen. – Breuer, Sohn eines jüdischen Vaters und einer kommunistischen Mutter, ist ein Original, dem sich der Film mit fast zärtlichem Blick nähert: Das „nomadische“ Leben mit Gefährtin Mingo und den kleinen Kindern, das liebevolle Kümmern um Schafe und Lämmer seiner Herde – und der Einsatz für Flüchtlin-ge: ein leises Plädoyer für Menschlichkeit in
nicht so menschlicher Zeit.

Hans Breuer ist der letzte Wanderhirte Österreichs. Und er singt als Sänger des Trios WanDeRer jiddische Lieder. Im Dokumentarfilm „Refugee Lullaby“ begleitet die israelische Filmemacherin Ronit Kertsner ihren Protagonisten im Herbst 2015, als Breuer sich bei der Hilfe für die über Ungarn und Slowenien nach Österreich strömenden Flüchtlinge engagiert. Einer arabischen Familie, die Breuer in einem Auto mitnimmt, singt er das jiddische Lied „Jam-dari-dari“ vor, und die Flüchtlinge stimmen mit ein. Diese gesungene Völkerverständigung verbreitete sich viral im Netz und war für Kertsner der Anlass, sich auf die (filmische) Suche nach dem Österreicher mit jüdischen Wurzeln zu machen. – Breuer, Sohn eines jüdischen Vaters und einer kommunistischen Mutter, ist ein Original, dem sich der Film mit fast zärtlichem Blick nähert: Das „nomadische“ Leben mit Gefährtin Mingo und den kleinen Kindern, das liebevolle Kümmern um Schafe und Lämmer seiner Herde – und der Einsatz für Flüchtlin-ge: ein leises Plädoyer für Menschlichkeit in
nicht so menschlicher Zeit.

refugeelullabyi.jpg - © Polyfilm
© Polyfilm
Film

Refugee Lullaby

A/IL 2019.

Regie: Ronit Kertsner.

Mit Hans Breuer.

Polyfilm. 73 Min.