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Historie im Fokus

1945 1960 1980 2000 2020
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Die Ausstellung "Im Blickpunkt" in der Nationalbibliothek gewährt Einblicke in die reichhaltige Sammlung historischer Fotografien.

Lebensnahe Bilder von Menschen, deren Leiber schon längst zu Staub zerfallen sind, Fotos von Landschaften und Gebäuden, die seit langem nicht mehr existieren: Historische Fotografien üben eine ungemeine Faszination aus. Kaum jemand weiß, dass die Österreichische Nationalbibliothek die größte Sammlung für (historische) Dokumentarfotografie in Österreich beherbergt. Die Ausstellung "Im Blickpunkt", die nun im Prunksaal gezeigt wird, gibt einen Einblick in die insgesamt mehr als zwei Millionen historischen und zeitgenössischen Fotografien im Besitz der Nationalbibliothek.

Die Wurzeln der Fotosammlung reichen bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück, als die ersten Fotografien in die kaiserliche Familienbibliothek Eingang fanden. Dazu gehörten Porträts von Angehörigen europäischer Regenten- und Fürstenfamilien und Bilder aus exotischen Weltgegenden, wie etwa die im Prunksaal gezeigten Alben der Weltreise von Thronfolger Erzherzog Ferdinand. Aufwändig gestaltete Alben und Mappen mit Stadt- und Landschaftsansichten waren beliebte Geschenke an das Kaiserhaus. Die kaiserliche Sammlung bildete den Grundstock für die Fotosammlung der Nationalbibliothek, die seit 1945 durch die Einverleibung des Bildarchivs, der staatlichen Sammelstelle für Negative, und den Ankauf von Archiven und Nachlässen bedeutender Fotografen aus Österreich erweitert wurde.

Weltbekannte Porträts von Wiener Geistesgrößen aus dem Atelier der Madame d'Ora sind im Prunksaal ebenso zu bewundern wie weniger bekannte Meisterwerke der historischen Fotografie. Zum Beispiel Heinrich Kühns Autochrome-Bilder, hergestellt nach einem komplizierten und teuren Verfahren, das schon 1907, fast 30 Jahre vor Einführung des Farbfilms, Farbaufnahmen ermöglichte. Weiters Bilder von Lothar Rübelt, der die Sichtweise der Sportfotografie revolutionierte. Selbst ehemaliger Sportler, konzentrierte er sich auf die Dynamik und den entscheidenden Moment im realen Wettkampf und nicht, wie bis dahin üblich, auf Siegerehrungen und Studiofotos mit einstudierter Pose.

Bis 26. Jänner

Die Ausstellung "Im Blickpunkt" in der Nationalbibliothek gewährt Einblicke in die reichhaltige Sammlung historischer Fotografien.

Lebensnahe Bilder von Menschen, deren Leiber schon längst zu Staub zerfallen sind, Fotos von Landschaften und Gebäuden, die seit langem nicht mehr existieren: Historische Fotografien üben eine ungemeine Faszination aus. Kaum jemand weiß, dass die Österreichische Nationalbibliothek die größte Sammlung für (historische) Dokumentarfotografie in Österreich beherbergt. Die Ausstellung "Im Blickpunkt", die nun im Prunksaal gezeigt wird, gibt einen Einblick in die insgesamt mehr als zwei Millionen historischen und zeitgenössischen Fotografien im Besitz der Nationalbibliothek.

Die Wurzeln der Fotosammlung reichen bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück, als die ersten Fotografien in die kaiserliche Familienbibliothek Eingang fanden. Dazu gehörten Porträts von Angehörigen europäischer Regenten- und Fürstenfamilien und Bilder aus exotischen Weltgegenden, wie etwa die im Prunksaal gezeigten Alben der Weltreise von Thronfolger Erzherzog Ferdinand. Aufwändig gestaltete Alben und Mappen mit Stadt- und Landschaftsansichten waren beliebte Geschenke an das Kaiserhaus. Die kaiserliche Sammlung bildete den Grundstock für die Fotosammlung der Nationalbibliothek, die seit 1945 durch die Einverleibung des Bildarchivs, der staatlichen Sammelstelle für Negative, und den Ankauf von Archiven und Nachlässen bedeutender Fotografen aus Österreich erweitert wurde.

Weltbekannte Porträts von Wiener Geistesgrößen aus dem Atelier der Madame d'Ora sind im Prunksaal ebenso zu bewundern wie weniger bekannte Meisterwerke der historischen Fotografie. Zum Beispiel Heinrich Kühns Autochrome-Bilder, hergestellt nach einem komplizierten und teuren Verfahren, das schon 1907, fast 30 Jahre vor Einführung des Farbfilms, Farbaufnahmen ermöglichte. Weiters Bilder von Lothar Rübelt, der die Sichtweise der Sportfotografie revolutionierte. Selbst ehemaliger Sportler, konzentrierte er sich auf die Dynamik und den entscheidenden Moment im realen Wettkampf und nicht, wie bis dahin üblich, auf Siegerehrungen und Studiofotos mit einstudierter Pose.

Bis 26. Jänner