Zugespitzt

Rücktritt auf Ratten

1945 1960 1980 2000 2020
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Und täglich grüßt der Einzelfall. Nachdem innerhalb eines Wochenendes bekannt wurde, dass A) der Vizekanzler auf Facebook den Beitrag einer extrem rechten Website teilte, die auch den Holocaust leugnet, B) die identitären Verstrickungen der Linzer FPÖ deutlich dichter sind als zuvor bekannt und C) der Braunauer FP-Vizebürgermeister dichtend Menschen mit Ratten verglich, mühen sich die Freiheitlichen sichtlich verstärkt ab.

Und täglich grüßt der Einzelfall. Nachdem innerhalb eines Wochenendes bekannt wurde, dass A) der Vizekanzler auf Facebook den Beitrag einer extrem rechten Website teilte, die auch den Holocaust leugnet, B) die identitären Verstrickungen der Linzer FPÖ deutlich dichter sind als zuvor bekannt und C) der Braunauer FP-Vizebürgermeister dichtend Menschen mit Ratten verglich, mühen sich die Freiheitlichen sichtlich verstärkt ab.

Damit nämlich, noch irgendjemanden zu überzeugen, man habe mit dem rechten Rand dieser Nation noch nie etwas am Hut gehabt. Indessen sorgte ein Tippfehler in einer APA-Eilmeldung für Erheiterung auf Twitter: Der letztlich doch noch erfolgte Rücktritt des Braunauer Hobby-Dichters wurde mit „Brauner Vizebürgermeister tritt zurück“ betitelt. Wobei ein ORF-Kollege nachvollziehbar einwandte: Den Vertipper eines Berufskollegen zu veröffentlichen, damit der Rest der Blase was zu lachen hat – kann man, muss man aber nicht. Notabene also: Ein Journalist, der in einem besonders eiligen Medien-Sektor einen „Tipper“ macht, verdient Milde der Kollegen. Ein Politiker, der Menschen mit Ratten vergleicht, muss zurücktreten.