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2014 - das Jahr des …?

Das Jahr 2013 wurde dann doch nicht ganz das Jahr der ÖVP, wie von Michael Spindelegger mehrfach angekündigt, gestützt auf für seine Partei erfreuliche Ergebnisse bei Wehrpflicht-Volksbefragung und Landtagswahlen. Es war höchstens insofern das Jahr der ÖVP, als es definitiv auch nicht das Jahr der SPÖ wurde. Für 2014 kann die ÖVP nur hoffen, dass es nicht ihr Jahr in dem Sinn wird, dass sich fortsetzt, was sich im Gefolge der Regierungsbildung massiv gezeigt hat: parteiinterner Zank und Hader. Die Revolte der Steirer, Salzburger und Tiroler war bzw. ist kein gutes Omen für den Neustart. Wenn Klubobmann Reinhold Lopatka erklärt, er sei "zuversichtlich, dass wir nach den Irritationen bald wieder an einem Strang ziehen“, so könnte ein zynischer Beobachter geneigt sein zu ergänzen: "… wahrscheinlich in verschiedene Richtungen“. Lopatka führt den Unmut auf "den größten personellen Umbau, den ein ÖVP-Chef seit 1986 vollzogen hat“, zurück. Ein Umbau an sich ist freilich weder positiv noch negativ. Er ergibt erst mit Blick auf ein zu bestimmendes Ziel Sinn: Mit welchen Leuten will bzw. kann ich am besten diese oder jene Inhalte umsetzen? Möglicherweise liegt hier der Hund begraben: Was will die ÖVP außer in der Regierung bleiben?

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