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Gefährlicher Lichtblick in der Sonnenfinsternis

Wer direkt in eine Sonnenfinsternis schaut, riskiert schwere Augenschäden bis hin zur Erblindung. Experten hatten im Vorlauf des Himmelsereignisses in den USA eindringlich vor einem solchen Verhalten gewarnt. Um die Netzhaut zu schützen, war ein Hilfsmittel - etwa eine Schutzbrille - auch bei den Himmelsbeobachtern in Washington Pflicht. Nur US-Präsident Donald Trump setzte auf volles Risiko; und schaute vom Balkon des Weißen Hauses einen Moment lang mit freiem Auge in die Sonne. Erst auf Zurufen eines Mitarbeiters setzte er sich die Brille auf die Nase. Trump und seine Frau Melania bekamen allerdings nur eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen. Von der Hauptstadt der USA aus waren nur 81 Prozent des Sterns hinter dem Mond verschwunden. Auch in Teilen Westeuropas war eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen. Millionen Menschen kamen jedoch auch in den Genuss einer totalen Sonnenfinsternis. Zum ersten Mal seit 99 Jahren zog sich das Himmelsspektakel quer über die USA. Um 9:16 Uhr am Morgen erreichte die Finsternis den Bundesstaat Oregon an der amerikanischen Westküste, 90 Minuten später verabschiedete sie sich in South Carolina in den Atlantik. In Österreich fand die letzte totale Sonnenfinsternis am 11. August 1999 statt. Die nächste erwarten Astronomen erst in 64 Jahren -am 3. September 2081. Weltweit wird die nächste totale Finsternis allerdings schon am 2. Juli 2019 im pazifischen Raum sowie in Chile und Argentinien zu sehen sein.

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