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Algorithmenschlau – Maria Schraders „Ich bin dein Mensch“

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Der Partner der Zukunft ist ein Roboter: In Maria Schraders „Ich bin dein Mensch“ wird komödiantisch eine Dystopie erzählt.

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Der Partner der Zukunft ist ein Roboter: In Maria Schraders „Ich bin dein Mensch“ wird komödiantisch eine Dystopie erzählt.

Was wäre das für eine angenehme Zukunft, in der man sich auf den Partner bedingungslos verlassen könnte? Ein Partner, der einen liebt und ehrt, niemals krank ist, die Hausarbeit übernimmt und dem Nachwuchs zusätzlich in Windeseile die Rechenaufgaben lösen könnte? Einer, der darüber hinaus auch noch die romantische Karte ziehen und die Frau seines, nun ja, Herzens nach Strich und Faden verwöhnen könnte, mit galanten Tanzeinlagen punkten würde und Romantik zum Prinzip erköre?

Schraders Regiekönnen

Das alles ist – vorerst – bloße Fiktion, aber sie hat Maria Schrader dazu verleitet, daraus einen Film zu machen. Es geht um eine Frau und einen Mann, der Titel lautet simpel: „Ich bin dein Mensch“. Bei der Berlinale im März wurde der Film vom bloß digital anwesenden Publikum beklatscht und Hauptdarstellerin Maren Eggert mit dem Darsteller-Bären geehrt. Die komödiantischsten Szenen beweisen, dass Schrader auch dieses Genre beherrscht und insgesamt ihr Regiekönnen weiter geschärft hat.

Aber worum geht es? Sein Name ist Tom (Dan Stevens), und er kann gar nicht mehr damit aufhören, der Wissenschafterin Alma (Maren Eggert) schöne Augen zu machen. Doch Tom ist kein Mensch, auch wenn er vielleicht so aussieht. Tom ist ein Roboter. Einer, der dank Künstlicher Intelligenz dazu imstande ist, für Alma der perfekte Lebens- und Liebespartner zu sein.

Diese Roboterliebe geht im Film auch tatsächlich auf: Denn Tom drückt die richtigen Knöpfe bei seiner menschlichen Probandin. Oder, anders gesagt: Mit schlauen Algorithmen schafft er es sogar, dass sich die junge Frau in ihn verliebt.

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