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„Die Zeit, die wir teilen“: Exzessiv verknotete Zeitebenen

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Isabelle Huppert und Lars Eidinger in einem französischen Drama von Laurent Larivière.

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Isabelle Huppert und Lars Eidinger in einem französischen Drama von Laurent Larivière.

Isabelle Huppert in einer neuen Paraderolle, als einer ihrer Partner Lars Eidinger – und das alles in einem ebenso zauberhaften wie mitreißenden Filmdrama von Laurent Larivière: „Die Zeit, die wir teilen“ erzählt die Lebensstationen der Pariser Verlegerin Joan Verra (im Alter: Huppert), die sich als junges Au-pair-Mädchen in Irland in den Taschendieb Doug verliebt und von ihm, in der Heimat zurück, Sohn Nathan bekommt, ohne Doug darüber aufzuklären, dass er Vater geworden ist. In Frankreich macht Joan Karriere und lebt mit dem viel jüngeren deutschen Schriftsteller Tim Ardenne (Eidinger) zusammen, einem Bündel aller (Vor-)Urteile über einen von der Muse geküssten, aber tief leidenden Künstler.

In einem Feuerwerk an Voraus- und Rückblenden verknotet Regisseur Larivière die Zeitebenen, dass es eine Freud ist – und manche Rollen wegen des Alters der Protagonist(inn)en zweifach (Joan) oder dreifach (Nathan, als Erwachsener: Swann Arlaud) besetzt werden mussten. Ein atemloses Leben, das sich aber total in Stimmigkeit auflöst, wenn man sich darauf einlässt.

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