Arbeit und Abkürzung

1945 1960 1980 2000 2020

Die Germanistin Daniela Strigl über Plagiate, Übersetzungen und Seepocken.

1945 1960 1980 2000 2020

Die Germanistin Daniela Strigl über Plagiate, Übersetzungen und Seepocken.

Ministerin für Arbeit hat hohe Innovation angewendet für Formulierung der Vorgehensweise für die Lösung mit wenig Arbeit Titel zu gewinnt. Das ganze System, ist minimiert in Aufwand und Zeitlichkeit. Wahrscheinlich sie hat Google übersetzen müssen ihr Deutsch in slowakische Sprache, vielleicht vorher in englischer, und dann vielleicht wieder irgendwer zurück hat? Der Ansatz hat Funktionieren nur wenn alle Regeln einhalten wollen: Autorin kann nicht lesen ihre Dissertationsarbeit in Studienfach Maschinenbau, Betreuer kann nicht lesen, eine Gutachterin nicht und noch eine ebenso und so an. Sonst wohl würde nicht lesbar: „Branson sieht das klassische Bild der ‚Chef‘ wie ein Anachronismus. [...] ‚Vielleicht, daher ist es seltsam, dass, wenn es irgendeine eine Phrase, die garantiert wird, um mich auf den Weg, es ist, wenn jemand zu mir sagt [...].‘“ Doch ist wichtige Schlussfolgerung für eine Ministerin und super Grammatik: „In der heutigen sich rasant verändernden Welt benötigen Führungskräfte ihre eigene Version einer Taschenlampe.“

Mit Taschenlampe auf diese Texte stellt die Frage, dass die Autorin zwar aus der Steiermark aber die Muttersprache eine Art Deutsch hat. Deshalb ergibt die empirische Fragestellung wie es mit Diplomarbeit an Fachhochschule Wiener Neustadt mit internationale Best-Practises gemacht, auch nicht leicht verständlich ohne Übersetzung: „Dies wird durch Unterstreichen der Meinungen, Kategorisieren und Bedeutungen festlegen, durchgeführt.“ Generalsekretär von Fachhochschulen weiß nicht wegen Plagiate und Professor, der „Sehr gut“ fand, und findet das Deutsch schlecht auch für Wiener Neustadt, aber hat Verständnis, weil die „Versuchung solche Abkürzungen zu nehmen“ zutiefst „menschlich“ doch sind. Das genau proaktiv sagt die Autorin: „Annahmen sind wie Seepocken an der Seite eines Bootes; sie verlangsamen uns.“

Die Autorin ist Germanistin und Literaturkritikerin.

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