Hubert Feichtlbauer: Ein Abschied, getragen von gläubiger Zuversicht

Es war ein Gedenken ganz in seinem Sinne: Nicht von ungefähr, hatte doch Hubert Feichtlbauer im Bewusstsein seiner schweren Krebserkrankung mit Familie und Vertrauten alles genau besprochen: Kein Trauergottesdienst sollte es werden, sondern eine von gläubiger Zuversicht geprägte Liturgie. Vergangenen Freitag fanden sich dann Verwandte, Freunde, Weggefährten aus unterschiedlichsten Generationen und Bereichen in der Pfarrkirche Franz von Sales (Wien XIX) zur "Messe zu Tod und Auferstehung" für den am 23. September 85-jährig verstorbenen Hubert Feichtlbauer ein. Weihbischof Helmut Krätzl, Feichtlbauer freundschaftlich verbunden, sprach in seiner Predigt von einem Christen, "der seine Kirche leidenschaftlich liebte und daher bisweilen auch scharf kritisierte". Beide hätten sie "die Entwicklung der Kirche nach dem Konzil mit großer Aufmerksamkeit, aber auch mit Sorge verfolgt". Und: Feichtlbauer habe "in einer solchen Gläubigkeit vom nahen Tod gesprochen, wie ich es sonst noch nie erlebt habe". Eine -dem Wunsch des Verstorbenen entsprechend -"fröhliche" Rede hielt die Vorsitzende des Verbandes katholischer Publizisten, Gabriele Neuwirth, die insbesondere das journalistische Wirken Feichtlbauers würdigte. Sehr persönliche und gleichermaßen humorvolle wie berührende Worte fand schließlich eines der Enkelkinder, der ORF-Journalist David Kriegleder. Nicht zuletzt: auch die anschließende Agape mit Brot und Wein war wohl ganz im Sinne Hubert Feichtlbauers.

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