Spiritualität - ©  iStock/francescoch

"In der Dunkelheit": Spiritualität der Menschlichkeit

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Der Diakon Karlheinz Six plädiert für bedingungsloses Dienen und nimmt die dunklen Seiten des Lebens in den Blick. Einen Blick, den die Kirche seiner Ansicht nach verloren hat.

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Der Diakon Karlheinz Six plädiert für bedingungsloses Dienen und nimmt die dunklen Seiten des Lebens in den Blick. Einen Blick, den die Kirche seiner Ansicht nach verloren hat.

Wie kann ein liebender Gott zulassen, dass so viel Leid in dieser Welt geschieht? Wieso tut er nichts gegen die tiefen Verletzungen, die Streit, Krieg und Krisen hervorrufen? Wieso hat er seine „geliebten Kinder“ verlassen? Das sind die wesentlichen Fragen, um die sich die Glaubensinhalte der katholischen Kirche drehen – und denen sich auch der Klagenfurter Diakon, Philosoph und Autor Karlheinz Six in seinem Buch „In der Dunkelheit – Zur Spiritualität des Dienens“ widmet.

Ausgehend von seinem Verständnis für das Diakonat, seinen eigenen Glaubenserfahrungen und den Erlebnissen seiner Kindheit beleuchtet Six einen Glaubensprozess, zu dem auch „dunkle, beklagenswerte, verzweifelte Momente“ gehören. Wesentliche Aspekte, die, wie er meint, viel zu oft von ausschließlich positiven Darstellungen verleugnet werden und die auch die Kirche allzu gerne ausblendet.

Am Rande der Gesellschaft

Das Leben ist vielfach das Gegenteil von positiv. Das musste Six bereits als Kind erleben. Einerseits plagt ihn seit seiner Kindheit die Hautkrankheit Neurodermitis. Six leidet darunter, muss erfahren, wie ihn seine Haut zum Ausgegrenzten macht und wie die Medizin nur lindernde Mittel, aber keine heilenden findet. Und auch das Familienumfeld lässt ihn von Beginn an in einer Spannung leben.

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