Dina Elmani-Zanka - Ausgezeichnet mit dem Wiener Gesundheitspreis 2019: Dina Elmani-Zanka - © R. Froese
Wissen

Das „Altsheima-Dings“ kindgerecht erklären

1945 1960 1980 2000 2020
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Demenz ist eine Erkrankung des Gehirns; das kann man schon kleinen Kindern vermitteln. Und zwar spielerisch, wie Dina Elmani-Zanka weiß: Sie verwendet dafür Wattebäuschen, die sie an mehreren Stellen eines Gehirnmodells ablegt. Sie symbolisieren die Eiweißablagerungen, die bei Alzheimer-Kranken die Nervenbahnen blockieren. Durch die Anhäufung von Eiweißstoffen (Beta-Amyloid-Plaques und Tau-Fibrillen) wird es für die Nervenzellen immer schwieriger, ihre Signale weiterzuleiten. Die Mal- und Gestaltungstherapeutin vergleicht das auch mit einem Baumstamm, der auf der Straße liegt und die Weiterfahrt verhindert. „Was macht man dann?“, fragt sie die Kinder. „Einen Umweg nehmen!“, rufen die zurück. Doch je mehr Baumstämme herumliegen, umso schwieriger wird es, einen Weg zu finden, erwidert die Therapeutin. Das erklärt, weshalb demenzkranke Menschen so anders werden und im Alltag immer mehr auf Hilfe angewiesen sind. Mit ihrer Kollegin Monika Frank bietet Elmani-Zanka Workshops an, um das heikle Thema „Demenz“ in den Volksschulen zu besprechen. Für das Projekt „Merkima“ wurde ihr nun der Wiener Gesundheitspreis 2019 verliehen.

Viele Eltern sind verunsichert, wenn ihre Kinder mit Demenzbetroffenen zu tun haben. Aus Angst wird der Umgang oft eingeschränkt, bis letztlich der Kontakt abreißt. Oma oder Opa sind aber häufig wichtige Bezugspersonen; und die betroffenen Großeltern möchten meist weiter Zeit mit ihren Enkeln verbringen. „Genauso wie Erwachsene brauchen Kinder Klarheit über die Erkrankung“, betont Elmani-Zanka, die auch Demenztrainerin ist. „Bei adäquater Unterstützung finden sie sich viel besser mit Veränderungen zurecht.“ Das gelingt etwa mit der Handpuppe „Dita von Dingsda“, die ein seltsames Verhalten an den Tag legt. Die Kinder lernen, mit welchen Herausforderungen die vergessliche Dita konfrontiert ist – und wie sie ihr am besten helfen könnten. „Erstaunlich, mit welcher Normalität Kinder dann mit dem Thema umgehen“, so die Therapeutin. „Da haben wir nur positive Erfahrungen gemacht.“

Siehe auch: "Alzheimer: Training für das Gehirn"

Demenz ist eine Erkrankung des Gehirns; das kann man schon kleinen Kindern vermitteln. Und zwar spielerisch, wie Dina Elmani-Zanka weiß: Sie verwendet dafür Wattebäuschen, die sie an mehreren Stellen eines Gehirnmodells ablegt. Sie symbolisieren die Eiweißablagerungen, die bei Alzheimer-Kranken die Nervenbahnen blockieren. Durch die Anhäufung von Eiweißstoffen (Beta-Amyloid-Plaques und Tau-Fibrillen) wird es für die Nervenzellen immer schwieriger, ihre Signale weiterzuleiten. Die Mal- und Gestaltungstherapeutin vergleicht das auch mit einem Baumstamm, der auf der Straße liegt und die Weiterfahrt verhindert. „Was macht man dann?“, fragt sie die Kinder. „Einen Umweg nehmen!“, rufen die zurück. Doch je mehr Baumstämme herumliegen, umso schwieriger wird es, einen Weg zu finden, erwidert die Therapeutin. Das erklärt, weshalb demenzkranke Menschen so anders werden und im Alltag immer mehr auf Hilfe angewiesen sind. Mit ihrer Kollegin Monika Frank bietet Elmani-Zanka Workshops an, um das heikle Thema „Demenz“ in den Volksschulen zu besprechen. Für das Projekt „Merkima“ wurde ihr nun der Wiener Gesundheitspreis 2019 verliehen.

Viele Eltern sind verunsichert, wenn ihre Kinder mit Demenzbetroffenen zu tun haben. Aus Angst wird der Umgang oft eingeschränkt, bis letztlich der Kontakt abreißt. Oma oder Opa sind aber häufig wichtige Bezugspersonen; und die betroffenen Großeltern möchten meist weiter Zeit mit ihren Enkeln verbringen. „Genauso wie Erwachsene brauchen Kinder Klarheit über die Erkrankung“, betont Elmani-Zanka, die auch Demenztrainerin ist. „Bei adäquater Unterstützung finden sie sich viel besser mit Veränderungen zurecht.“ Das gelingt etwa mit der Handpuppe „Dita von Dingsda“, die ein seltsames Verhalten an den Tag legt. Die Kinder lernen, mit welchen Herausforderungen die vergessliche Dita konfrontiert ist – und wie sie ihr am besten helfen könnten. „Erstaunlich, mit welcher Normalität Kinder dann mit dem Thema umgehen“, so die Therapeutin. „Da haben wir nur positive Erfahrungen gemacht.“

Siehe auch: "Alzheimer: Training für das Gehirn"