Quantencomputer Quantenphysik - © Foto: iStock/agsandrew

Quantencomputer: Mit Schrödingers Katze rechnen

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Die Quantenphysik ermöglicht Rechner, die herkömmlichen Computern weit überlegen sein sollen. Doch wie funktionieren Quantencomputer – und gibt es ein Sicherheitsrisiko?

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Die Quantenphysik ermöglicht Rechner, die herkömmlichen Computern weit überlegen sein sollen. Doch wie funktionieren Quantencomputer – und gibt es ein Sicherheitsrisiko?

Noch füllen Quantencomputer ganze Lagerhallen. Googles ­„Sycamore"-Gerät etwa ähnelt einer Tonne, die wie ein Tropfstein von einem Gerüst hängt, das die Kühlleitungen des Quantencomputers trägt. Dieses Kühlsystem nimmt den meisten Platz ein: Damit die empfindlichen Überlagerungen der Quanten-Bits (kurz Qubits) nicht gestört werden, muss der Quantencomputer mit flüssigem Helium gekühlt werden. Denn im Tropfstein verbirgt sich eine Struktur, die an ein goldenes Wollknäuel erinnert: die verkabelten Quantenschaltkreise, die wie gewöhnliche Prozessoren auf Chips gedruckt werden.

Vor drei Jahren sorgte Google für Schlagzeilen, als das Unternehmen angab, „Sycamore“ könnte ein Pro­blem in circa drei Minuten lösen, für das herkömmliche Computer mehr als zehntausend Jahre rechnen würden. Das Team von Google konnte auf einen sogenannten Quantenvorteil anstoßen. Die Stoßrichtung ist also klar: In entscheidenden Aufgaben werden Quantencomputer weit überlegen sein. Noch sind Quantencomputer zu störungsanfällig und teuer – doch auch die ersten herkömmlichen Computer hatten Kinderkrankheiten.

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