Die moralische Revolution

1945 1960 1980 2000 2020

Was angesichts des Aufstiegs der Autokraten getan werden kann.

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Was angesichts des Aufstiegs der Autokraten getan werden kann.

Gefühlt befinden wir uns in einer Phase, in der der Zuspruch zu autokratischen Systemen und Führungspersönlichkeiten steigt. Orbánesk und Trumpism sind mittlerweile in den Wortschatz eingegangen, Weltmächte wie Indien, die Türkei und Russland haben Staatsoberhäupter, die klar ausgrenzen. Macht, persönlicher Erfolg und ­eigene Interessen stehen im Mittelpunkt, wie auch diverse Chatprotokolle in Österreich veranschaulichen. Führungskräfte, die sich von Menschlichkeit, Authentizität und moralischen Werten leiten lassen, werden oft als zu schwach bezeichnet, nicht ernst genommen, brennen aus.

Von erfolgreichen Gegenbeispielen wie Jacinda Ardern, der Premierministerin von Neuseeland, die mit ihrem authentischen Leadership-Stil eine hohe Beliebtheitsrate hat und Neuseeland beispielhaft durch die Pandemie brachte, hört man leider viel zu wenig. Dabei wären es genau diese Führungsqualitäten, die wir heute und für die Lösung zukünftiger Herausforderungen brauchen. Jacqueline Novogratz, Gründerin des Acumen Fund (Investmentfond für soziale und nachhaltige Projekte weltweit), beschreibt in ihrem neuesten Buch „Manifesto for a Moral Revolution“ die Notwendigkeit von „Moral Leadership“, um eine nachhaltigere und gerechtere Welt zu schaffen.

Am Beispiel einiger Sozialunternehmer(innen) – die durch die Lösung sozialer oder ökologischer Probleme eine messbare positive Wirkung auf die Gesellschaft haben – beschreibt sie die Charakteristika, die dafür notwendig sind: Empathie, Mut, Zuhören (auch denjenigen die sonst ungehört bleiben), Bescheidenheit, Reflexionskompetenz, Authentizität und das Streben, mehr zurückzugeben, als wir nehmen. Wenn wir einen enkeltauglichen Planeten hinterlassen wollen, müssen wir genau davon lernen. Die Veränderung beginnt bei uns selbst.

Die Autorin ist Geschäftsführerin des Start-up-Forums „Impact Hub Vienna“.

Gefühlt befinden wir uns in einer Phase, in der der Zuspruch zu autokratischen Systemen und Führungspersönlichkeiten steigt. Orbánesk und Trumpism sind mittlerweile in den Wortschatz eingegangen, Weltmächte wie Indien, die Türkei und Russland haben Staatsoberhäupter, die klar ausgrenzen. Macht, persönlicher Erfolg und ­eigene Interessen stehen im Mittelpunkt, wie auch diverse Chatprotokolle in Österreich veranschaulichen. Führungskräfte, die sich von Menschlichkeit, Authentizität und moralischen Werten leiten lassen, werden oft als zu schwach bezeichnet, nicht ernst genommen, brennen aus.

Von erfolgreichen Gegenbeispielen wie Jacinda Ardern, der Premierministerin von Neuseeland, die mit ihrem authentischen Leadership-Stil eine hohe Beliebtheitsrate hat und Neuseeland beispielhaft durch die Pandemie brachte, hört man leider viel zu wenig. Dabei wären es genau diese Führungsqualitäten, die wir heute und für die Lösung zukünftiger Herausforderungen brauchen. Jacqueline Novogratz, Gründerin des Acumen Fund (Investmentfond für soziale und nachhaltige Projekte weltweit), beschreibt in ihrem neuesten Buch „Manifesto for a Moral Revolution“ die Notwendigkeit von „Moral Leadership“, um eine nachhaltigere und gerechtere Welt zu schaffen.

Am Beispiel einiger Sozialunternehmer(innen) – die durch die Lösung sozialer oder ökologischer Probleme eine messbare positive Wirkung auf die Gesellschaft haben – beschreibt sie die Charakteristika, die dafür notwendig sind: Empathie, Mut, Zuhören (auch denjenigen die sonst ungehört bleiben), Bescheidenheit, Reflexionskompetenz, Authentizität und das Streben, mehr zurückzugeben, als wir nehmen. Wenn wir einen enkeltauglichen Planeten hinterlassen wollen, müssen wir genau davon lernen. Die Veränderung beginnt bei uns selbst.

Die Autorin ist Geschäftsführerin des Start-up-Forums „Impact Hub Vienna“.

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