Ein Vademecum für alle, die häufig Gespräche zu führen haben, die Diskussionen bestreiten, Sitzungen vorbereiten und leiten müssen, ist die vorliegende Handreichung. Auch wenn das Buch dem routinierten Sitzungslöwen nicht viel Neues bieten wird, so ruft es wesentliche Grundsätze in Erinnerung und kann als Checklist dienen, bis hin zum wichtigsten Hinweis, daß auch das Funktionieren technischer Hilfsmittel rechtzeitig vor einer Veranstaltung zu überprüfen ist.Das Buch wird sich aber nicht nur in den Händen von Vorsitzenden bewähren - aus dieser Erfahrung ist es wohl konzipiert -,
Die Einstellung des designierten Vorarlberger Bischofs Klaus Küng zur Fristenregelung hat ein mittleres politisches Beben ausgelöst. Hat man sich anderes erwarten können, als daß er die geltende Fristenregelung als offene Wunde bezeichnet und sich mit ihr nicht abfinden will? Es ist schließlich der unveränderte Standpunkt der katholischen Kirche in Osterreich (auch dieser Zeitung), daß das menschliche Leben von der Empfängnis an Anspruch auf den Schutz der Gesetze und der Gesellschaft hat.„Aber nicht der Ruf nach rigoroser Verurteilung und auch nicht die blinde Verteidigung der
'Zum tausendsten Gedächtnistag der Taufe des Kiewer Rus legt Katharina Beta eine für den ökumenischen Laien leicht faßliche Einführung in das Verständnis der russisch-orthodoxen Kirche, ihre Spiritualität und wesentlichen Züge vor. Es ist zwar in den auf Spiritualität und Liturgie bezogenen Teilen mehr ein Buch zum Verständnis der Orthodoxie insgesamt als eine Beschränkung auf die russische Seele, doch wird im historischen Teil ausführlich der Weg des Vplkes der Rus zum Christentum dargelegt.Lehrreich ist es, welchen geschichtlichen Zufällen es ein Volk zu verdanken hatte, dieser
Vor zehn Jahren wurde der Club (M), Verein zur Förderung christlicher Medienarbeit, gegründet. Ausgangspunkt für diese Initiative waren medienpolitische Überlegungen und technische Entwicklungen. Zum einen war der ORF damals in einem hohen Ausmaß politisiert; christliche Standpunkte zu grundlegenden Fragen der Gesellschaft (Fristenregelung und anderes) oder der Stellenwert wichtiger Institutionen wie Ehe und Familie waren deutlich unterbelichtet. Es schien also notwendig, ein Instrument zu entwickeln, das genügend Bewegungsfreiheit hatte, unabhängig von der notwendigen Kooperation
Aufgrund unserer langjährigen Beratungspraxis, aus der wir die Probleme in ihren Schwerpunkten und auch aus vielen Einzelschicksalen kennen, wissen wir, daß die im Strafgesetz im Zusammenhang mit dem Schwangerschaftsabbruch vorgesehene ärztliche Beratung meist entwederüberhaupt nicht stattfindet oder absolut ungenügend ist und häufig von jenem Arzt geleistet wird, der dann selbst die Abtreibung durchführt.Es ist ein unhaltbarer Zustand, daß der Arzt, der die Abtreibung durchführt, auch selbst die Frau in ihrer Konfliktsituation berät. Aus gutem Grund ist daher auch in anderen
Als im Jahre 1975 die Wochenzeitung FURCHE aus dem Wirtschaftsverband des HE-ROLD-Verlages herausgelöst und in eine eigene Gesellschaft übergeführt wurde, schien dies für viele der Anfang vom Ende zu sein.Im Frühjahr 1976, unmittelbar vor Ostern, drohte das endgültige Aus. Einigen beherzten Männern ist es zu danken, daß die FURCHE damals nicht zu Grabe getragen - wurde: dem Vorsitzenden der Finanzkommission der österreichischen Bischofskonferenz, BischofFranz Zak, dem Sekretär der österreichischen Bischofskonferenz, Prälat Alfred Kostelecky, dem damaligen Vorsitzenden der
Ob schon Qualität gewonnen wurde oder nur ein weiterer journalistischer Bereich heute amüsanter gestaltet wird als früher, bleibt auch nach der 33. Werbewirtschaftlichen Tagung eine offene Frage.
Hinreichend bekannte aktuelle Ereignisse haben die im Herbst 1984 bereits lebhaftere Diskussion über die Neugestaltung des Marktes für elektronische Medien in Österreich zum Erliegen gebracht. Zunächst schien es so, daß in einer Maximalvariante die Übernahme ausländischer Programme und inländisches programmgestaltendes Fernsehen und Rundfunk gleichzeitig vom Gesetzgeber geregelt würden. Nicht nur den Medientheoretikern der Parteien, auch den Zeitungsverlagen und gesellschaftlichen Großgruppen wurde reges Interesse nachgesagt.Seit Beginn des Jahres 1985 können österreichische
Der neue Bürgermeister von Wien, Helmut Zilk, hat zuletzt neuerlich die baldige Verabschiedung eines Kabel-TV-Gesetzes urgiert, das eine eigene Programmschöpfung neben der Übermittlung ausländischer Programme regelt.Aus christlichem Medienverständnis läßt sich ein erster Grundsatz ableiten: daß die Neuen Medien vor allem der zwischenmenschlichen Kommunikation dienen sollen. Nicht einseitige Berieselung und internationale Uniformität dürfen den Vorrang haben, sondern eine möglichst umfassende Einbeziehung des Sehers oder Hörers in die Kommunikation. Lokale und regionale Programme
Für den reibungslosen Ablauf des Großereignisses Katholikentag ist auch eine intensive organisatorische Vorbereitung unerläßlich.Eines der wesentlichsten Erfordernisse ist die Koordination des öffentlichen Verkehrs für die Teilnehmer aus ganz Österreich. Der Individualverkehr wird vom 9. bis 11. September aus dem Nahbereich der Großveranstaltungen verbannt. Ein dichtes Netz von Sonderzügen der österreichischen Bundesbahnen wird ebenso eingesetzt wie die beschleunigten öffentlichen Verkehrsmittel U- Bahn und Schnellbahn im Wiener Raum.Das besonders günstige Angė- bot der
Es ist sicher nicht leicht, eine so dominierende Persönlichkeit wie Papst Johannes Paul II. in einer umfassenden Analyse darzustellen, ohne daß einem die darzustellende Person und die Zeit inzwischen davonläuft. Albert Krims bemüht sich, eine bis zum Redaktionsschluß des Buches umfassende und überwiegend faire Wiedergabe der Aussagen des Papstes auf seinen Reisen und zu ausgewählten Sachgebieten des politischen und sozialen Lebens (Enzykliken, Friedensfrage und Europa) zustande zu bringen.Daß es dabei nicht möglich ist, die Reisen des Jahres 1982 und deren spezielle Akzente sowie
Zwei kirchliche Großereignisse - der Steirische Katholikentag in Graz am vergangenen und der Evangelische Kirchentag in Hamburg am vorvergangenen Wochenende - fordern trotz unterschiedlichem konfessionellem Hintergrund und vielfach anderer Bedingungen zum Vergleich heraus.-ln Graz wollten die steirischen Katholiken ein Fest der Brüderlichkeit feiern, und ein solches Fest wurde es auch. Neben dem gemeinsamen Festgottesdienst der 80.000 war wohl das eindrucksvollste Ereignis das Stadtfest am Samstag nachmittag, das Graz zu einer gesamtsteirischen Stadt machte.Hamburg konnte von sich nicht
„Triest ist eine Stadt, die italienisch fühlt, aber europäisch ist und lebt. Wir sind dabei, zu erkennen, daß diese Aussage nicht ein Entweder - Oder, sondern nur ein Sowohl-Als-auch bedeuten kann.“Auf diese kurze Formel brachte der außenpolitische Redakteur der traditionellen Triester Tageszeitung „II Piccolo“, Nordio, die gegenwärtige Problematik der Hafenstadt Triest. Gesagt wurden diese Worte bei einer Begegnung der Teilnehmer der FURCHE- Leserreise (30. April bis 3. Mai nach Friaul und Triest) mit dem Club der Österreicher in Triest im Circolo di cul- tura
Die Herausforderung, die sich durch die neuen Medien, im besonderen im Bereich des Kabelfernsehens bzw. des Kabelrundfunks, ergeben, stellen auch die Kirche undjene Institutionen und Unternehmungen, die sich der katholischen Kirche verpflichtet fühlen, vor die Frage, welche Zielvorstellungen in bezug auf diese neuen Medien zu entwickeln sind.
Als die Gesellschafter der „Die-Furche-Zeitschriften-betriebsges. m. b. H. & Co. KG“ im November 1976 angetreten sind, die FURCHE wieder auf eine tragfähige wirtschaftliche Basis zu stellen, war dies ein Wagnis und ein Risiko - ein Risiko allerdings, das die österreichischen Bischöfe, Stifte und eine Reihe von Firmen und Institutionen mitzutragen bereit waren. Heute, nach zwei Jahren, haben wir ein beachtliches Stück Weges zurückgelegt, obwohl es weiterhin sicher noch großer Anstrengungen bedarf, das gesteckte Ziel zu erreichen.Inzwischen wissen wir jedenfalls zwei Dinge: Jene
Der Bundesminister für Justiz, Christian Broda, befindet sich auf dem Weg der Besserung. Der Beginn der Detailberatungen über ein neues Medienrecht im Justizausschuß des Nationalrates wurde mit Rücksicht auf die Erkrankung des Ministers jedoch bis Anfang November verschoben. Der ursprüngliche Zeitplan, das neue Medienrecht bereits mit 1. Jänner 1979 in Kraft zu setzen, kann sicher nicht mehr eingehalten werden. Fraglich ist überhaupt, ob dieses Gesetz noch in dieser Legislaturperiode verabschiedet werden kann, und das nicht nur aus Termingründen.Es ist hier sicher nicht möglich, im
Das schreckenerregende Bild eines King-Kong des Medienmarktes, gemeint war die katholische Presse in Österreich, hat „TOP“ - Information aus Politik und Wirtschaft - im Februar 1977 an die Wand gemalt. Dieses Bild war stark über- und verzeichnet und wohl auch seither in Kommentaren und Glossen zurecht gerückt. Ein Bild aber auch, das manchen von den Betroffenen nachdenklich gemacht hat, ob es denn gar so verfehlt wäre, wenigstens partiell das anzustreben, was einem angedichtet wird - die gemeinsame Stoßrichtung auszunützen. So haben sich die überwiegende Zahl der katholischen
Die Diskussion um die Errichtung eines Nationalkomitees der Katholiken in Österreich wurde im Mai 1977 durch ein Interview mit dem FUR-CHE-Herausgeber und Generaldirektor des Styria-Verlages, Dr. Hanns Sassmann ausgelöst • und ist inzwischen von verschiedenen Seiten teils aktiv unterstützend, teils heftig befehdend aufgegriffen worden.Sämtlichen Bestrebungen in Richtung eines Nationalkomitees scheint das Unbehagen mit der gegenwärtigen Form des öffentlichen Auftretens der tragenden Kräfte des österreichischen Katholizismus gemeinsam zu sein. Das kommt einerseits in Formulierungen wie
Es ist als ein gutes Zeichen zu deuten, daß sowohl in den Dokumenten des österreichischen Synodalen Vorgangs (ÖS V) 1973/74 als auch in dem im Herbst 1977 abgeschlossenen Fünfjahresbericht über den Stand der gesellschaftlichen Wirksamkeit der Kirche in Österreich der Themenkreis „Kirche und Publizistik“ breiten Raum einnimmt. War es vielleicht zum Zeitpunkt des ÖSV noch nicht absehbar, welche Bedeutung die Medienfrage in der gesellschaftlichen Entwicklung gewinnen wird, so war bei der Erstellung des Fünfjahresberichtes die medienpolitische Auseinandersetzung sowohl im