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Resistenzen von Antibiotika in Österreich im Überblick

Österreich nimmt im Europa-Vergleich bezüglich des Verbrauches von Antibiotika und der Resistenzentwicklung einen guten Platz ein (AURES 2008). Wurden in Frankreich 29 tägliche Dosen pro 1000 Einwohner und in Italien 27 verbraucht, waren dies hierzulande 15 Dosen.

Gut da steht Österreich bei Pneumokokken-Resistenzen. Diese Erreger verursachen bakterielle Lungenentzündungen. Ein bis zwei Prozent der Erreger sind resistent gegen Antibiotika der ersten Wahl: Penicillin. Resistenzen gegen die ebenso wichtige Wirkstoffgruppe der Makrolide liegen stabil bei etwa 15 Prozent. Die mehrfach resistenten MRSA-Keime (Staphylokokken, Eitererreger) wurden hingegen zurückgedrängt. Zunehmende Probleme bereiten vor allem Escherichia-coli-Darmbakterien (E. coli). Bei schweren septischen Infektionen stieg hier die Resistenzrate gegen Chinolone von sieben im Jahr 2001 auf 27,5 Prozent Anfang 2009. Die Keime zeigten sich auch gegen Antibiotika aus der Gruppe der "Cephalosporine der dritten Generation" widerstandsfähig. Hier stieg die Resistenz von 0,4 (2001) auf 9,1 (2009). (bog)

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