
Sie hat ein Buch geschrieben, das sie selbst gerne gelesen hätte: Gunda Windmüller widmete sich mit langjährigen Recherchen dem Mammutprojekt einer Kulturgeschichte des Yoga. Die FURCHE fragte die deutsche Autorin, die drei Jahre selbst als Yogalehrerin tätig war, nach ihren Erfahrungen an den Schnittstellen von Theorie und Praxis.
DIE FURCHE: Frau Dr. Windmüller, wie sind Sie eigentlich selbst zum Yoga gekommen?
Gunda Windmüller: Vor mehr als 20 Jahren bin ich in einem Fitnessstudio auf Yoga gestoßen. Ich habe es gerne gemacht, aber die Praxis dann wieder über die Jahre verloren. Vor gut sechs Jahren gab es dann eine Zeit, in der es mir nicht sehr gut ging. Ich habe Krankengymnastik gemacht und dort mit der Therapeutin auch ein paar Yogaübungen. Da gab es tatsächlich so einen Heureka-Moment: Ich spürte auf einmal, dass ich die Möglichkeit habe, mich in einem Körper, der mir zuvor sehr fremd vorgekommen war, wieder zu verorten. Ich hatte plötzlich wieder das Gefühl, mich selbst zu spüren. Das hat mich wahnsinnig fasziniert. Und das war auch der Punkt, an dem ich sofort beschlossen habe, eine Ausbildung zur Yogalehrerin zu machen. Nicht, weil ich unbedingt unterrichten wollte, sondern weil ich verstehen wollte, was da eigentlich mit mir passiert war. Das war zugleich der Startschuss für eine intensive Praxis in den folgenden Jahren.







-annavoelske.com.jpg)










