Meinung

Wer stoppt Strache?

1945 1960 1980 2000 2020
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Es ist eigentlich ziemlich unfassbar, dass jemand, der dermaßen diskreditiert ist wie Heinz-Christian Strache nach dem Ibiza-Video, sich hinstellt und sagt, dass sein „politisches Leben […] mit Sicherheit nicht am Ende“ sei. Genau das musste sich nämlich jeder, der diese Videosequenzen gesehen hatte, gedacht haben: dass dies „mit Sicherheit“ das Ende der politischen Laufbahn des langjährigen FPÖ-Spitzenpolitikers sein würde. Bei der FPÖ also offenbar nicht. Da wird sogar eine Kandidatur Straches als Spitzenkandidat bei der Wien-Wahl 2020 nicht ausgeschlossen. Und zwar nicht nur von Strache selbst nicht, sondern auch nicht von den anderen Parteigranden. Das kann nur ein schlechter Scherz sein, oder? Nun mag man einwenden, Strache habe ja nach Bekanntwerden des Ibiza-Videos bei den EU-Wahlen 45.000 Vorzugsstimmen gewonnen – trotzdem oder jetzt erst recht; die Affäre schade ihm also nicht bei der eigenen Klientel. Aber langfristig ist unvorstellbar, dass die FPÖ mit einem Strache im Boot auch nur einigermaßen als jene seriöse, staatstragende und somit für eine Regierungsbeteiligung in Frage kommende Partei durchgeht, als die sie just Strache zuletzt nicht ganz unerfolgreich positioniert hat. Da hilft auch alles Herumreden, man kenne nicht das ganze Video, die Hintergründe seiner Entstehung etc. nichts. Das soll man alles aufklären – und nein, es ist nicht egal, wer da dahinter steht –, aber es ist unvorstellbar, dass das etwas am Befund ändert. Dass also etwa eine der atemberaubenden Aussagen Straches plötzlich in einem anderen Licht erscheint, weil man die Passagen davor oder danach kennt. Norbert Hofer & Co. werden das alles wohl wissen. Die Frage ist: Wer sagt’s Strache, wer stoppt ihn?

Es ist eigentlich ziemlich unfassbar, dass jemand, der dermaßen diskreditiert ist wie Heinz-Christian Strache nach dem Ibiza-Video, sich hinstellt und sagt, dass sein „politisches Leben […] mit Sicherheit nicht am Ende“ sei. Genau das musste sich nämlich jeder, der diese Videosequenzen gesehen hatte, gedacht haben: dass dies „mit Sicherheit“ das Ende der politischen Laufbahn des langjährigen FPÖ-Spitzenpolitikers sein würde. Bei der FPÖ also offenbar nicht. Da wird sogar eine Kandidatur Straches als Spitzenkandidat bei der Wien-Wahl 2020 nicht ausgeschlossen. Und zwar nicht nur von Strache selbst nicht, sondern auch nicht von den anderen Parteigranden. Das kann nur ein schlechter Scherz sein, oder? Nun mag man einwenden, Strache habe ja nach Bekanntwerden des Ibiza-Videos bei den EU-Wahlen 45.000 Vorzugsstimmen gewonnen – trotzdem oder jetzt erst recht; die Affäre schade ihm also nicht bei der eigenen Klientel. Aber langfristig ist unvorstellbar, dass die FPÖ mit einem Strache im Boot auch nur einigermaßen als jene seriöse, staatstragende und somit für eine Regierungsbeteiligung in Frage kommende Partei durchgeht, als die sie just Strache zuletzt nicht ganz unerfolgreich positioniert hat. Da hilft auch alles Herumreden, man kenne nicht das ganze Video, die Hintergründe seiner Entstehung etc. nichts. Das soll man alles aufklären – und nein, es ist nicht egal, wer da dahinter steht –, aber es ist unvorstellbar, dass das etwas am Befund ändert. Dass also etwa eine der atemberaubenden Aussagen Straches plötzlich in einem anderen Licht erscheint, weil man die Passagen davor oder danach kennt. Norbert Hofer & Co. werden das alles wohl wissen. Die Frage ist: Wer sagt’s Strache, wer stoppt ihn?