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Wahlen im Zeichen der Angst vor dem Terror

Im Fokus der internationalen Aufmerksamkeit steht in diesem Jahr unter anderem Frankreich. Findet dort doch am 23. April die Wahl des Staatspräsidenten statt - der aller Voraussicht nach notwendige zweite Wahlgang ist für den 7. Mai angesetzt. Im Juni (11. und 18.) werden dann die 577 Abgeordneten der Nationalversammlung gewählt. Die Urnengänge werden auch im Zeichen verschärfter Sicherheitsmaßnahmen im ganzen Land stattfinden (das Archivfoto zeigt einen Soldaten beim Haupteingang des Pariser Louvre, der berühmten Pyramide). Im Juni (11. und 18.) werden dann die 577 Abgeordneten der Nationalversammlung gewählt. "Plan Vigipirate" lautet der Begriff für französische Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz gegen Terrorismus - zusammengesetzt aus "vigilance"(Wachsamkeit) und "pirate"(Pirat). Erstmals wurde der "Plan Vigipirate" im Jahr 1978 unter Staatspräsident Valéry Giscard d'Estaing ins Leben gerufen, doch die Lage seither hat sich dramatisch geändert: Spätestens seit den Anschlägen auf die Zeitschrift Charlie Hebdo liegen die Nerven der Grande Nation blank. Umfragen zufolge läuft es bei den Präsidentschaftswahlen auf ein Duell zwischen dem Kandidaten der konservativen Republikaner, François Fillon, und der Chefin des extrem rechten "Front National", Marine Le Pen, hinaus. Fillon werden dabei gute Chancen eingeräumt, in beiden Wahlgängen vor Le Pen zu liegen und somit Präsident zu werden. Weit abgeschlagen rangiert der Kandidat der Sozialisten, Manuel Valls, zuletzt Premierminister.

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