Elfriede Hammerl - © ABD
Medien

Die Federspitze gegen das Patriarchat

1945 1960 1980 2000 2020
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Das Leben, wenn es nicht mit Humor genommen wird, kann depressiv sein, vor allem, wenn man zu einer Gruppe gehört, die strukturell seit mehreren tausend Jahren benachteiligt wird. Frauen werden strukturell benachteiligt und die Art, wie das passiert, ist nicht nur tragisch, sondern in ihrer offenen Verschwiegenheit auch lachhaft. Elfriede Hammerl kann einem beibringen, darüber zu lachen. Zu lachen, dass manche der „Wissenschafter“ am Hirn der Frauen und am Hirn der Schwarzen die gleichen Merkmale verorten, deshalb die Unterjochung beider rechtfertigen – und dafür auch noch Aufmerksamkeit bekommen. Das Leben ist auch dann lächerlich, wenn alle angekündigten sexuellen Revolutionen letztlich in der Brutpflegeverwahrung enden und die Herren der Schöpfung über das Gelingen der Erziehung zu Gericht sitzen dürfen, Gericht als Schweinsbraten und als Institution gemeint.
Es ist noch lächerlicher, wenn das neue Selbstbewusstsein der Frauen sich darin erkennen muss, dass eine Frau so wenig anhaben darf, wie mann das
gerne hat und sich dabei gar nicht auf Sex reduziert sehen soll. Das ist alles lächerlich und Elfriede Hammerl durchbohrt diese Paradoxien unbarmherzig. Unter ihrer Feder verwandeln sich Stilettos in Stilette und diese Stilette sind spitz und scharf und stechen das Patriarchat dort, wo es ihm weh tut.
So schreibt sie seit 1964 unverdrossen gegen den Strom der Dummheit. Zunächst im Neuen Österreich, dann im Kurier und im Profil. Sie war überzeugt ohne Scheu vor Konflikten, als sie etwa im Kurier gegen die Linie der Chefredaktion für die Fristenlösung eintrat. Und das alles mit ungeheurer Energie. Sie schreibt Bücher, Drehbücher, Kurzgeschichten. Alles immer aus einem Guss und das seit über 50 Jahren, wobei man nie den Eindruck hat, dass da irgendeine Ermüdung wäre, weder in der Schreibe noch bei der Beleuchtung des Themas Gleichberechtigung. Deshalb ist die unermüdliche Elfriede Hammerl als Journalistin eine Professorin und deshalb ist der Concordia-Preis für ihr Schreiben für Gerechtigkeit nur eine Zwischenetappe auf dem Weg, der erst dann beendet sein wird, wenn das Geschlecht, egal welches, nicht als Merkmal von Dominanz und Unterordnung wahrgenommen wird. Aber gratulieren dazu kann mann ihr allemal – und dem Journalismus zu ihr.

Das Leben, wenn es nicht mit Humor genommen wird, kann depressiv sein, vor allem, wenn man zu einer Gruppe gehört, die strukturell seit mehreren tausend Jahren benachteiligt wird. Frauen werden strukturell benachteiligt und die Art, wie das passiert, ist nicht nur tragisch, sondern in ihrer offenen Verschwiegenheit auch lachhaft. Elfriede Hammerl kann einem beibringen, darüber zu lachen. Zu lachen, dass manche der „Wissenschafter“ am Hirn der Frauen und am Hirn der Schwarzen die gleichen Merkmale verorten, deshalb die Unterjochung beider rechtfertigen – und dafür auch noch Aufmerksamkeit bekommen. Das Leben ist auch dann lächerlich, wenn alle angekündigten sexuellen Revolutionen letztlich in der Brutpflegeverwahrung enden und die Herren der Schöpfung über das Gelingen der Erziehung zu Gericht sitzen dürfen, Gericht als Schweinsbraten und als Institution gemeint.
Es ist noch lächerlicher, wenn das neue Selbstbewusstsein der Frauen sich darin erkennen muss, dass eine Frau so wenig anhaben darf, wie mann das
gerne hat und sich dabei gar nicht auf Sex reduziert sehen soll. Das ist alles lächerlich und Elfriede Hammerl durchbohrt diese Paradoxien unbarmherzig. Unter ihrer Feder verwandeln sich Stilettos in Stilette und diese Stilette sind spitz und scharf und stechen das Patriarchat dort, wo es ihm weh tut.
So schreibt sie seit 1964 unverdrossen gegen den Strom der Dummheit. Zunächst im Neuen Österreich, dann im Kurier und im Profil. Sie war überzeugt ohne Scheu vor Konflikten, als sie etwa im Kurier gegen die Linie der Chefredaktion für die Fristenlösung eintrat. Und das alles mit ungeheurer Energie. Sie schreibt Bücher, Drehbücher, Kurzgeschichten. Alles immer aus einem Guss und das seit über 50 Jahren, wobei man nie den Eindruck hat, dass da irgendeine Ermüdung wäre, weder in der Schreibe noch bei der Beleuchtung des Themas Gleichberechtigung. Deshalb ist die unermüdliche Elfriede Hammerl als Journalistin eine Professorin und deshalb ist der Concordia-Preis für ihr Schreiben für Gerechtigkeit nur eine Zwischenetappe auf dem Weg, der erst dann beendet sein wird, wenn das Geschlecht, egal welches, nicht als Merkmal von Dominanz und Unterordnung wahrgenommen wird. Aber gratulieren dazu kann mann ihr allemal – und dem Journalismus zu ihr.