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Lebenswerk eines großen Fotografen

Unter den namhaften Fotografen Europas gehört der 78jährige Henri Cartier-Bresson zu den Klassikern. Er hat in Paris Malerei studiert, hat sich als Regieassistent Jean Renoirs mit Filmästhetik befaßt, hat in New York mit einigen anderen Berufskollegen die legendäre Fotoagentur „Magnum“ gegründet. Er war Weggefährte der Künstler des französischen Surrealismus und fühlte sich von den Idealen, die man in der Zwischenkriegszeit für progressiv hielt, angezogen.

Sein Engagement vermochte allerdings nicht, seinen Blick zu trüben. Eine reiche Auswahl seiner Bilder, die nun als repräsentativer Band vorliegt, liefert für die Richtigkeit von Cartier-Bres-sons Programm den sichtbaren Beweis: „Fotografieren, das heißt, den Atem anhalten, wenn sich im Angesicht der flüchtigen Wirklichkeit alle unsere Fähigkeiten vereinigen.“

PHOTOPORTRAITS. Von Henri Cartier-Bresson. Verlag Schirmer-Mosel, München 1985. 288 Seiten, 252 Abb., öS 1.154,40.

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