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Quint-Essenzen und Untiefen

Quint-Essenz

Trump als Liebeselixier

1945 1960 1980 2000 2020

Es ist kaum zu glauben, aber US-Präsident Trump hat auch gute Seiten. Er stärkt das Band zwischen Autorin Brigitte Quint und ihrem Mann. Warum genau, beschreibt sie in ihrer Kolumne.

1945 1960 1980 2000 2020

Es ist kaum zu glauben, aber US-Präsident Trump hat auch gute Seiten. Er stärkt das Band zwischen Autorin Brigitte Quint und ihrem Mann. Warum genau, beschreibt sie in ihrer Kolumne.

Zeit-Kolumnist Harald Martenstein hat einmal zu mir gesagt, dass ihn dieses ewige Trump-Bashing seitens der Medien anödet. Nicht, weil er ein Trump-Fan wäre. Er fände es nur erfrischend, wenn mal jemand etwas Positives über den US-Präsidenten schreiben würde. Stichwort Vielfalt.

Den Gefallen kann ich Martenstein tun. Trump hat in der Tat Vorzüge. Er festigt zum Beispiel meine Ehe. Und das gleich nach dem Aufstehen. Mein Mann ist ein Morgenmuffel, und ich bin eine notorische Frühaufsteherin. Wenn er in der Früh in die Küche kommt, dann habe ich mich schon seit Stunden mit dem Weltgeschehen beschäftigt und bin in Diskussionslaune. Er wiederum will einen starken Kaffee und seine Ruhe. Eine Atmosphäre, die der ideale Nährboden für Scharmützel ist. Besser gesagt war.

Trumps Amtsantritt hat alles verändert. Mein Gatte steht auf, ich erzähle ihm Donalds neueste Schandsager und binnen Sekunden ist er putzmunter. In trauter Eintracht empören und entrüsten wir uns. Eine wahre Freude ist das. Trump hat einen harmonisierenden Effekt. Das wird echt unterschätzt. Auch gesamtgesellschaftlich.

Die Coronakrise hat ja angeblich viele Paare entzweit. Die hätten sich einfach mehr über Trump unterhalten sollen! Jede Wette, viele Beziehungen wären auf die Art gerettet worden. Gleichzeitig könnte der blinde Fleck in meiner Argumentation das Präventionsparadox sein. Auch so ein Begriff aus dem Corona-Wortschatz. Demnach ist eine Maßnahme erfolgreich, wenn ihr Nutzen nicht mehr sichtbar ist.

Auf Trump umgemünzt: Vielleicht ist der Kitt vieler Ehen gerade die Tatsache, dass nicht über ihn gesprochen wird. Wer weiß, was es da für ein böses Erwachen gäbe.

Lesen Sie auch die Quint-Essenz "Rennt, so schnell ihr könnt" oder "Ich will keinen Neuen".

Zeit-Kolumnist Harald Martenstein hat einmal zu mir gesagt, dass ihn dieses ewige Trump-Bashing seitens der Medien anödet. Nicht, weil er ein Trump-Fan wäre. Er fände es nur erfrischend, wenn mal jemand etwas Positives über den US-Präsidenten schreiben würde. Stichwort Vielfalt.

Den Gefallen kann ich Martenstein tun. Trump hat in der Tat Vorzüge. Er festigt zum Beispiel meine Ehe. Und das gleich nach dem Aufstehen. Mein Mann ist ein Morgenmuffel, und ich bin eine notorische Frühaufsteherin. Wenn er in der Früh in die Küche kommt, dann habe ich mich schon seit Stunden mit dem Weltgeschehen beschäftigt und bin in Diskussionslaune. Er wiederum will einen starken Kaffee und seine Ruhe. Eine Atmosphäre, die der ideale Nährboden für Scharmützel ist. Besser gesagt war.

Trumps Amtsantritt hat alles verändert. Mein Gatte steht auf, ich erzähle ihm Donalds neueste Schandsager und binnen Sekunden ist er putzmunter. In trauter Eintracht empören und entrüsten wir uns. Eine wahre Freude ist das. Trump hat einen harmonisierenden Effekt. Das wird echt unterschätzt. Auch gesamtgesellschaftlich.

Die Coronakrise hat ja angeblich viele Paare entzweit. Die hätten sich einfach mehr über Trump unterhalten sollen! Jede Wette, viele Beziehungen wären auf die Art gerettet worden. Gleichzeitig könnte der blinde Fleck in meiner Argumentation das Präventionsparadox sein. Auch so ein Begriff aus dem Corona-Wortschatz. Demnach ist eine Maßnahme erfolgreich, wenn ihr Nutzen nicht mehr sichtbar ist.

Auf Trump umgemünzt: Vielleicht ist der Kitt vieler Ehen gerade die Tatsache, dass nicht über ihn gesprochen wird. Wer weiß, was es da für ein böses Erwachen gäbe.

Lesen Sie auch die Quint-Essenz "Rennt, so schnell ihr könnt" oder "Ich will keinen Neuen".

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