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Quint-Essenzen und Untiefen

Quint-Essenz

Liebeshungrige Piloten

1945 1960 1980 2000 2020

Brigitte Quint über das Balzgehabe des gemeinen Piloten.

1945 1960 1980 2000 2020

Brigitte Quint über das Balzgehabe des gemeinen Piloten.

Einige meiner Freundinnen nutzen Online-Partnerbörsen. Und sie berichten, dass sich seit Ausbruch der Coronakrise dort die Klientel verändert hat. So sollen sich plötzlich Unmengen an Piloten auf den Portalen tummeln. Den Grund glauben wir zu kennen: Weil viele von ihnen am Boden bleiben müssen, versuchen sie jetzt bei einer Frau zu landen. Irgendwie logisch. Ins Beuteschema meiner Freundinnen fallen sie aber nicht. Der Grund ist das Balzgehabe des gemeinen Piloten. Er will Eindruck schinden, indem er permanent über seinen Beruf schwadroniert. Auch die Fotos, mit denen er sich präsentiert, sprechen Bände. Meist sieht man einen Mann, der eine Flugkapitänsuniform trägt und/ oder im Cockpit sitzt. Fakt ist: Piloten auf Partnersuche stellen zur Schau, was sie sind. Oder besser gesagt, dass sie jemand sind.

Dem Gegenüber wird der gesellschaftliche Status quasi mit der Brechstange eingetrichtert. Angesichts dieses Phänomens frage ich mich: Wirkt sich die Flaute in der Luftfahrtindustrie unmittelbar auf das Selbstwertgefühl ihrer Kapitäne aus? Ist der soziale Status, der bei einem Piloten zweifellos hoch ist (oder war?), der letzte Strohhalm, an den sie sich noch klammern? Denkbar ist auch, dass die Vielflieger dort oben in den Lüften nicht mitgekriegt haben, dass es Selbstdarsteller in der Frauenwelt mittlerweile schwer haben. Zumindest bei jenen, die am Boden geblieben sind. So gesehen ist die Krise gerade für liebeshungrige Piloten kein Nachteil. Nach dem zigsten Korb werden sie schon lernen, sich in Demut zu üben. So manch einer soll es auf die Art geschafft haben, dem Leben einen anderen Sinn zu verleihen.

Einige meiner Freundinnen nutzen Online-Partnerbörsen. Und sie berichten, dass sich seit Ausbruch der Coronakrise dort die Klientel verändert hat. So sollen sich plötzlich Unmengen an Piloten auf den Portalen tummeln. Den Grund glauben wir zu kennen: Weil viele von ihnen am Boden bleiben müssen, versuchen sie jetzt bei einer Frau zu landen. Irgendwie logisch. Ins Beuteschema meiner Freundinnen fallen sie aber nicht. Der Grund ist das Balzgehabe des gemeinen Piloten. Er will Eindruck schinden, indem er permanent über seinen Beruf schwadroniert. Auch die Fotos, mit denen er sich präsentiert, sprechen Bände. Meist sieht man einen Mann, der eine Flugkapitänsuniform trägt und/ oder im Cockpit sitzt. Fakt ist: Piloten auf Partnersuche stellen zur Schau, was sie sind. Oder besser gesagt, dass sie jemand sind.

Dem Gegenüber wird der gesellschaftliche Status quasi mit der Brechstange eingetrichtert. Angesichts dieses Phänomens frage ich mich: Wirkt sich die Flaute in der Luftfahrtindustrie unmittelbar auf das Selbstwertgefühl ihrer Kapitäne aus? Ist der soziale Status, der bei einem Piloten zweifellos hoch ist (oder war?), der letzte Strohhalm, an den sie sich noch klammern? Denkbar ist auch, dass die Vielflieger dort oben in den Lüften nicht mitgekriegt haben, dass es Selbstdarsteller in der Frauenwelt mittlerweile schwer haben. Zumindest bei jenen, die am Boden geblieben sind. So gesehen ist die Krise gerade für liebeshungrige Piloten kein Nachteil. Nach dem zigsten Korb werden sie schon lernen, sich in Demut zu üben. So manch einer soll es auf die Art geschafft haben, dem Leben einen anderen Sinn zu verleihen.

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