fufb cover 1105 - © Foto: Rainer Messerklinger
Intro

Intro Nr. 45

1945 1960 1980 2000 2020

Was auf Amerika zukommt, die Folgen des Terrors von Wien, Singles im Lockdown, Biographie über Baldur von Schirach.

1945 1960 1980 2000 2020

Was auf Amerika zukommt, die Folgen des Terrors von Wien, Singles im Lockdown, Biographie über Baldur von Schirach.

Es war alles schon an der Kippe. Und dann kam noch der Terror: Seit vergangenen Montag Abend wurde in diesem Land ein neues Kapitel aufgeschlagen, das offizielle Österreich hat (weitgehend) geschlossen und entschlossen reagiert – und klargestellt, dem Hass „keinen Raum“ zu geben. Doch was bedeutet der Terroranschlag von Wien für die Muslime – und für unser aller Sicht auf die Welt? In einem kurzfristigen Schwerpunkt hat Otto Friedrich dazu prominente Stimmen versammelt. Von langer Hand geplant war indes der zweite Fokus von Oliver Tanzer zur US-Präsidentschaftswahl. „Vor dem Hürdenlauf“, heißt er – und damit ist schon fast alles gesagt: Bis dato ist das Wahlergebnis unbekannt – klar ist nur, dass Donald Trump nicht nur an den Grundfesten der Demokratie rüttelt, sondern sie regelrecht wegzubomben versucht: Er reklamiert (wie vielfach befürchtet) bereits vor Auszählung der Briefwahlstimmen den Sieg für sich. Dass längst rechte Milizen und Putschisten bereit stehen, wie Stefan Schocher beschreibt, entspannt die Situation nicht wirklich.

Viel Brisantes findest sich auch sonst noch in dieser FURCHE: Florian Bayer schreibt über den Aufstand in Polen gegen das absolute Abtreibungsverbot, Brigitte Quint skizziert die Nöte alleinstehender Menschen im Lockdown, Hellmut Butterweck rezensiert die Biographie „Schirach“ von Oliver Rathkolb und das Wissen bringt einen Vorabdruck von Joachim Bauers neuem Buch über Empathie als Voraussetzung für das Überleben. Als fünften Teil unserer Jubiläumsreihe zum 75-jährigen Bestehen der FURCHE bringen wir schließlich einen beklemmenden Text, in dem der Dissident Václav Havel anno 1979 seine Verfolgung in der CSSR protokolliert. Nicht alles war früher besser. Manchmal sollte man sich das vor Augen führen.