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Brauchen wir eine Impfpflicht?

Meinung

Contra zur Impfpflicht

1945 1960 1980 2000 2020
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Keine Frage: Es gibt genügend gute Gründe, sein Kind impfen zu lassen. Einerseits zum Schutz des Kindes selbst, andererseits auch zum Schutz anderer Kinder und Erwachsener. Mit Argumenten wollen sich Italien und jüngst auch Deutschland aber nicht mehr herumschlagen. Beide Länder haben die gesetzliche Impfpflicht eingeführt. Doch auch, wenn man nicht zu den entschiedenen Impfgegnern gehört, muss man den gesetzlichen Zwang, den eine Impfpflicht hervorruft, nicht gleich befürworten. Die Akzeptanz zum Thema Impfung wird dadurch nicht steigen. Bei der Impfpflicht drängen sich zudem zwei wichtige Fragen auf: Wie weit darf der Staat in den eigenen Körper eingreifen? Und wo endet die Entscheidungsfreiheit der Eltern über die medizinische Versorgung ihrer Kinder? Vor allem bei der zweiten Frage müsste angesetzt werden. Ärzte und Politiker sollten die Sorgen und Ängs­te von Eltern ernst nehmen, anstatt Impfgegner gleich als rückständig und hysterisch zu bezeichnen. Wir leben im Informationszeitalter und das erfordert auch, dass sich die Gesundheitspolitik erneuern muss. Ärzte brauchen mehr Ressourcen – auch, um Patienten aufklären zu können. Und es bleibt nach wie vor die Frage, ob sich die Impfpflicht nicht auf jene beschränken sollte, die tagtäglich in Kontakt mit vielen Kindern kommen, wie zum Beispiel Lehrerinnen und Lehrer, Buslenker, und vor allem auch das gesamte Gesundheitspersonal in Spitälern. Auch das wäre ein Weg, um die Durchimpfungsrate zu steigern und die Infektionskrankheiten besser einzubremsen. Hier heißt es: mit positivem Beispiel vorangehen. Nur so kann man die Akzeptanz zum Thema Impfen erhöhen.

Keine Frage: Es gibt genügend gute Gründe, sein Kind impfen zu lassen. Einerseits zum Schutz des Kindes selbst, andererseits auch zum Schutz anderer Kinder und Erwachsener. Mit Argumenten wollen sich Italien und jüngst auch Deutschland aber nicht mehr herumschlagen. Beide Länder haben die gesetzliche Impfpflicht eingeführt. Doch auch, wenn man nicht zu den entschiedenen Impfgegnern gehört, muss man den gesetzlichen Zwang, den eine Impfpflicht hervorruft, nicht gleich befürworten. Die Akzeptanz zum Thema Impfung wird dadurch nicht steigen. Bei der Impfpflicht drängen sich zudem zwei wichtige Fragen auf: Wie weit darf der Staat in den eigenen Körper eingreifen? Und wo endet die Entscheidungsfreiheit der Eltern über die medizinische Versorgung ihrer Kinder? Vor allem bei der zweiten Frage müsste angesetzt werden. Ärzte und Politiker sollten die Sorgen und Ängs­te von Eltern ernst nehmen, anstatt Impfgegner gleich als rückständig und hysterisch zu bezeichnen. Wir leben im Informationszeitalter und das erfordert auch, dass sich die Gesundheitspolitik erneuern muss. Ärzte brauchen mehr Ressourcen – auch, um Patienten aufklären zu können. Und es bleibt nach wie vor die Frage, ob sich die Impfpflicht nicht auf jene beschränken sollte, die tagtäglich in Kontakt mit vielen Kindern kommen, wie zum Beispiel Lehrerinnen und Lehrer, Buslenker, und vor allem auch das gesamte Gesundheitspersonal in Spitälern. Auch das wäre ein Weg, um die Durchimpfungsrate zu steigern und die Infektionskrankheiten besser einzubremsen. Hier heißt es: mit positivem Beispiel vorangehen. Nur so kann man die Akzeptanz zum Thema Impfen erhöhen.